Philipp Hartewig

| Kandidat Sachsen
Philipp Hartewig
Frage stellen
Jahrgang
1994
Wohnort
Lichtenau
Berufliche Qualifikation
Jurist
Wahlkreis

Wahlkreis 20: Mittelsachsen 3

Wahlkreisergebnis: 4,2 %

Liste
Landesliste, Platz 4
Parlament
Sachsen

Sachsen

In der Lausitz haben der Erhalt des Industriestandortes und der Arbeitsplätze Vorrang vor Klimaschutzzielen.
Position von Philipp Hartewig: Neutral
Es darf kein weder noch. Klimaschutz ist ein wichtiges Ziel. Der Kohleausstieg darf aber nur mit gleichzeitiger Stärkung der gesamten Region erfolgen. Derzeit hängen noch 12.000 Jobs an der Kohle, die nicht verloren gehen sollten. Die Lausitz hat noch so viel Potenzial außerhalb der Kohle.
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Philipp Hartewig: Stimme zu
Pflegekräfte aus dem Ausland sind eine sinnvolle Ergänzung, um den Fachkräftemangel auch in diesem Bereich zu mindern. Dazu müssen Berufsabschlüsse noch schneller anerkannt werden und die Rahmenbedingungen vor Ort so unbürokratisch wie möglich ausgestaltet werden.
Kommunen sollen städtische Wohnungen nicht mehr verkaufen dürfen.
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Das ist eine Frage, die jede Kommune für sich beantworten muss. Grundsätzlich müssen Eigentümer, auch die Kommunen, über ihr Eigentum frei verfügen dürfen.
Es soll kein Wahlrecht ab 16 bei Landtagswahlen geben.
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Das passive Wahlrecht sollte aber bei 18 Jahren bleiben, das aktive gesenkt werden. Das Wahlrecht ab 16 ist eine gute Partizipationsmöglichkeit für Jugendliche, die sie begleitend zum Schulunterricht im Bereich der politischen Bildung näher an unsere Demokratie führt.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Philipp Hartewig: Stimme zu
Grundsätzlich ja. Allerdings ist die vorgeschlagene Grundrente der Großen Koalition nicht zielführend, zu teuer und berücksichtigt keine Leistungsprinzipien. Wer länger gearbeitet hat, muss immer mehr am Ende als Rente erhalten.
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen soziale und ökologische Aspekte künftig stärker beachtet werden, auch wenn es am Ende mehr kostet.
Position von Philipp Hartewig: Neutral
Dies hängt immer vom Einzelfall ab. Grundsätzlich ist die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte sinnvoll, führt manchmal aber auch zu mehr unnötiger Bürokratie.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und der Politik veröffentlicht werden.
Position von Philipp Hartewig: Neutral
Schwierig umsetzbar. Jeder Mensch ist Lobbyist, indem er sich für seine Meinung stark macht. Mehr Transparenz, insbesondere bei bezahlten Interessenvertretern mit Zugang zu den Parlamenten ist aber dennoch wichtig.
Wer sich verpflichtet, für mindestens 10 Jahre auf dem Land zu praktizieren, soll bevorzugt zum Medizinstudium zugelassen werden (Landarztquote).
Position von Philipp Hartewig: Stimme zu
Aus rechtlicher Sicht ist das Thema schwierig. Grundsätzlich sollten wir die Kapazität der Medizinstudienplätze um 10 Prozent in Sachsen erhöhen. Dennoch können solche Anreize sinnvoll sein, um den Ärztemangel auf dem Land zu begegnen.
In Sachsen soll es mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Philipp Hartewig: Neutral
Nicht die Anzahl der Programme, sondern deren Effektivität und die Bereitschaft der Zivilgesellschaft sind entscheiden für das Lösen von Problemen, die wir zweifelsfrei in Sachsen mit Rassismus und Antisemitismus haben.
Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Position von Philipp Hartewig: Stimme zu
Ja. Dies allerdings natürlich nur, wenn kein subsidiärer Schutz besteht, kein Abschiebeverbot und auch keine Perspektive über ein Zuwanderungsrecht gegeben ist.
Die Listen der Parteien zu Landtagswahlen müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Ziel von Gleichstellung ist es, dass sich über das Geschlecht keine Gedanken gemacht werden. Eine Paritätsliste erreicht das Gegenteil.
Auf öffentlichen Flächen sollen weiterhin Herbizide wie Glyphosat eingesetzt werden können, solange es keine effektiven Alternativen gibt.
Position von Philipp Hartewig: Stimme zu
Je weniger Herbizide, desto besser. Am Ende entscheiden aber über die Zulassung bzw. die Unbedenklichkeit der Mittel in erster Linie Behörden als Experten. Die Politik sollte kritisch alles hinterfragen, kann aber die Wirkungen der Mittel schlechter einschätzen als Institute.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Philipp Hartewig: Stimme zu
Ja. Ab 18 Jahren. Damit bestimmt der Staat die Preise, hat einen besseren Überblick, verhindert Probleme mit gepunshten Stoffen, kann Präventionsarbeit offener gestalten und macht Dealer arbeitslos.
Der sächsische Verfassungsschutz wird aktuell seinen Aufgaben nicht gerecht.
Position von Philipp Hartewig: Neutral
Der Verfassungsschutz leistet in vielen Bereichen eine wertvolle Arbeit. Dennoch macht eine Umstrukturierung auf Bundesebene mit Schwerpunkt-Standorten Sinn.
Beim Ausbau von WLAN-Netzwerken und beim Breitbandausbau sollen Unternehmen Vorrang vor Privatpersonen haben.
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Die Wiederansiedelung des Wolfs ist ein Erfolg für den Naturschutz in Sachsen, er sollte deshalb auch weiterhin nicht abgeschossen werden dürfen.
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Die Wiederansiedlung ist ein Zeichen für erfolgreichen Naturschutz. Dennoch muss es Areale geben, in denen der Wolf nichts verloren hat und grundsätzlich geschossen werden darf.
Kitagebühren sollen vollständig abgeschafft werden.
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Kita-Gebühren müssen für alle erschwinglich sein. Dennoch gilt: Qualität vor kostenlos. Eine gute Betreuungsqualität ist wichtiger, als Kita-Besuche "um jeden Preise" kostenlos zu gestalten.
Menschen mit besonders großem Vermögen sollen mehr Steuern zahlen (Vermögenssteuer).
Position von Philipp Hartewig: Lehne ab
Eine Vermögenssteuer ist mit Verweis auf die Rspr. des Bundesverfassungsgerichts wohl verfassungswidrig, da das Einkommen u.a. schon einmal versteuert wurde, bevor dies erneut mit der Substanz geschieht. Zweifelsfrei müssen Menschen, die mehr verdienen und mehr haben, einen größeren Beitrag leisten.
Alle Fragen in der Übersicht
# Arbeit 30Aug2019

(...) Anstatt diese zu verbessern und die Pflegeberufe aufzuwerten, setzt die deutsche Gesundheitspolitik auf die Abwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland – aus Krisenländern der EU, aber auch aus Vietnam, China, Tunesien, Moldawien etc. Auf diese Weise exportiert Deutschland den Pflegenotstand in die Abwerbeländer." (...)

Von: Gubznf Fpuüyyre

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

(...) falls Ihre Partei in Regierungsverantwortung kommt, mit welchen Parteien schließen Sie die Bildung einer solchen bzw. Zusammenarbeit aus? (...)

Von: Abeoreg Zbfvt

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

(...) Grundsätzlich sollte man mit allen Parteien sprechen. Eine Koalition mit der AfD oder den Linken kann ich mir allerdings nicht vorstellen. Bei der AfD liegt dies daran, dass sie in Teilen offen rassistisch, diskriminierend und rückwärtsgewandt ist. (...)

# Finanzen 19Aug2019

(...) Halten Sie den unbedingten Erhalt der “Schwarzen Null” für sinnvoll? Ist ein generelles Ausbleiben von Neuverschuldung nicht eine eventuelle Gefahr und Versäumnis notwendiger Investitionen, die in einer globalisierten Welt essenziell sind?

Von: Revp Unhcg

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

(...) Zinsausgaben für Altschulden verhindern derzeit auf Bundesebene, dass mehr Geld in Bildung, Forschung und Infrastruktur investiert wird. Die Staatsverschuldung hat außerdem negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und steht damit selbst einer Haushaltskonsolidierung über die Einnahmeseite im Weg. Es ist daher eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber der nächsten Generation, diese nicht mit Schulden bereits in ihrem Handlungsspielraum zu beschneiden. (...)

(...) Der Beitrag des beruflichen Bildungssystems zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Anteil neu abgeschlossener Ausbildungsverträge und unbesetzter Stellen an der Gesamtzahl der 16-20jährigen Personen hat sich verschlechtert. (...)

Von: Sevrqevpu Crpuoehaa

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

(...) Ausbildungsmessen, eine Woche der offenen Unternehmen, Praktika, Angebote der Arbeitsagenturen usw. sind wichtige Formate, in denen Schülerinnen und Schüler noch während der Schullaufbahn Karrierekontakte knüpfen. Die Zusammenarbeit mit externen Trägern und Unternehmen wollen wir Freien Demokraten stärken. (...)

(...) Gleichzeitig sind wir massiv auf Seiteneinsteiger angewiesen bzw. versuchen damit die Lücken (auch perspektivisch dauerhaft) zu schließen - wie ist Ihre Meinung dazu, macht dies Sinn ja/nein/vielleicht, wie ist Ihre Meinung dazu Vor-/Nachteile?. (...)

Von: Sevrqevpu Crpuoehaa

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

(...) vielen Dank für Ihre Fragen. Der Lehrermangel und die Altersstruktur in der sächsischen Lehrerschaft sind für die Zukunft unseres Bildungssystems eine besondere Herausforderung. (...)

(...) in Ihrem Kandidateninterview vom MDR sprechen Sie von „bauen, bauen, bauen“ in Bezug auf die Wohnungssituation in den Großstädten. Wie kann man das konkret erreichen? (...)

Von: Senam Sbefgare

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

(...)

Sehr geehrter Herr Hartewig,

in Ihrer Rede zur Listenkandidatur beklagen Sie, dass sich „über 56 Prozent aller Sachsen” „sich in einem...

Von: Unaf Gbesfgrpure

Antwort von Philipp Hartewig
FDP

(...) Eine Koalition mit der AfD kann ich mir nicht vorstellen, da sie offen rassistisch, diskriminierend und rückwärtsgewandt ist. (...)

%
6 von insgesamt
7 Fragen beantwortet
2 Tage durchschnittliche Antwortzeit
Fragen nach Kategorien

Frage stellen

Die Fragefunktion in diesem Profil wurde geschlossen.
To prevent automated spam submissions leave this field empty.

Moderation

Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.

Datenschutz

Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Logo für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz von abgeordnetenwatch.de

Dieses Logo steht für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz. abgeordnetenwatch.de setzt sich durch Bürgerbeteiligung und Transparenz für eine selbstbestimmte Gesellschaft ein, in der jede:r gleich viel wert ist. Diese Haltung spiegelt sich neben unserem Codex für die Moderation von Anfragen auch in unserem Sozial-, Umwelt- und Gleichstellungsprofil wider.