Peter Lommes
DKP

Frage an Peter Lommes von Fvyxr Fpuäsre bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Hallo Herr Lommes,

was halten Sie persönlich, oder auch die DKP davon, dass es für die Aufnahme von neuen Asylsuchenden eine jährliche Obergrenze gelten soll?
Wir haben doch jetzt schon so eine hohe Arbeitslosenzahl und zu wenige Wohnungen. Wie soll das Problem denn gelöst werden?

Freundliche Grüße
Fvyxr Fpuäsre

Frage von Fvyxr Fpuäsre
Antwort von Peter Lommes
10. Mai 2019 - 12:18
Zeit bis zur Antwort: 51 Minuten 16 Sekunden

Sehr geehrte Frau Fpuäsre,

ich persönlich und die DKP auch sind gegen eine Obergrenze für die Aufnahme
von Flüchtlingen. Unter den gegebenen Bedingungen, Krieg, Umweltzerstörung,
Hunger und absolute Armut, die von den EU-Ländern, vor allem auch der BRD
zu verantworten sind, ist eine solche Obergrenze inhuman. Sie soll nur
dafür sorgen, dass die Probleme, die u.a. von der BRD geschaffen werden,
dieses Land möglichst nicht erreichen. Im Übrigen schafft Frontex ja
Fakten, in dem eine unübersehbare Anzahl von Geflüchteten elendiglich im
Mittelmeer ersäuft.
Es ist sicher richtig, dass unter den gegebenen gesellschaftlichen
Bedingungen Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot herrscht, aber das Problem
wird ja nicht von den Geflüchteten geschaffen, sondern existiert
grundsätzlich. Mit oder ohne Geflüchteten. Ursache von Arbeitslosigkeit und
Wohnungsnot sind nicht die Geflüchteten, sondern ist das Streben der
Unternehmen nach Maximalprofit. Arbeitsplätze gibt es nur dann, wenn
Menschen benötigt werden um Waren herzustellen, die abgesetzt werden
können. Und Wohnungen werden nur gebaut, wenn sie profitabel sind. Was wir
benötigen ist der Ausstieg aus dem Profitsysten, zumindest zunächst einmal
in den Bereichen der täglichen Daseinsvorsorge. Aber das ist das Einfache,
dass so schwer zu machen ist, wie Berthold Brecht geschrieben hat.

Mit freundlichem Gruß
Peter Lommes
Deutsche Kommunistische Partei