Können Kürzungen an Pflegenden und pflegenden Angehörigen gerecht sein und gar als Reform gelten?
Sehr geehrte Frau Warken,
in Ihrem Pflegereform-Entwurf stellen Sie eine geringe Erhöhung des Pflegegeldes in Aussicht, die allein schon durch die wegfallende Pauschale ’Pflegehilfsmittel’ aufgezehrt werden.
Noch bedenklicher sind die Kürzungen bei den pflegenden Angehörigen, sei es die Kürzung der Rentenpunkte oder noch schlimmer, der Wegfall der privaten Verhinderungspflege. Dies wurde eingeführt, weil Heimpflegeplätze stets teurer werden und sich unsere Senioren einen Platz entweder nicht leisten können oder letztendlich doch der Staat die Kosten übernehmen muss.
Was für ein Desaster!
Ich bin selbst betroffen, erhalte nach 45 Arbeitsjahren Rente von 1.500 EUR monatlich. Meine Tochter habe ich gebeten verkürzt zu arbeiten, damit sie mir beistehen kann. Dafür erhält sie zwar mein Pflegegeld, es ersetzt jedoch nicht ihren Gehaltsverlust. Nun soll sie nach ihrem Entwurf auch noch Rentenpunkte verlieren, was ihre Zukunftsangst verstärkt.
Ist das christlich? Ist das fair?
MfG
H.Bt.

