Nina Eumann
DIE LINKE
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Frage an Nina Eumann von Heinz H. S. bezüglich Familie

An alle Landtagsabgeordneten und Kandidaten zur Landtagswahl 2012 aus Essen
Frage:
In allen Großstädten des Ruhrgebietes verzichten die Gemeinden aus sozialen Gründen auf die Erhebung der Straßenausbaukosten von Kleingärtnern. In Essen ist sozial kein Thema. Kleingärten sind aber in der Verfassung des Landes NRW besonders aufgeführt. In Essen sollen die Kleingärtner 2-mal bezahlen. Einmal dort wo sie wohnen über die Miete und das zweite Mal dort wo sie die Kleingärten haben. Der Villenbesitzer in Bredeney oder Werden zahlt nur einmal, denn er hat seinen Garten neben seiner Villa. Aus sozialen Gründen fragen wir Sie, ist das gerecht? Der Kleingärtner hat kein Eigentum und lebt gerade in Essen nur von Rente und kleinem Einkommen. Die meisten Kleingärtner haben wir in den ärmeren Gebieten Essens (Katernberg, Altenessen, Kray usw.).
Danke für Ihre Antwort noch vor der Wahl und bitte berücksichtigen Sie, dass gerade Klein-gärten nach dem Bundeskleingartengesetz unter dem besonderen Schutz der Verfassung des Landes NRW stehen.

Frage von Heinz H. S. am
Thema
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 5 Tage 5 Stunden

Hallo,
 
hier meine Antwort dazu:
 
Für uns DIE LINKE ist die Erhebung von Straßenausbaukosten auch für Kleingärtner/Innen nicht nachvollziehbar!
 
Denn Kleingärten haben vielfältige Funktionen im sozialen und ökologischen Sinne. Für die Allgemeinheit bedeuten die Kleingärten eine bessere Lebensqualität in den Städten durch Lärmverringerung, Staubbindung, Grünflächen, Auflockerung der Bebauung, Biotop- und Artenschutz, Lebensraumvernetzung und klimatische Auswirkungen.
 
Für zahlreiche Bevölkerungsgruppen wie Familien, Kinder- und Jugendliche, Berufstätige, Immigranten, Behinderte und Senioren, bieten Kleingärten sinnvolle Freizeitbeschäftigung, Spielplätze, Entspannung vom Arbeitsstress, frisches Gemüse zu einem Minimalpreis und Kontaktmöglichkeiten.
 
Kleingärten schaffen einen Ausgleich zum verdichteten Wohnungsbau in den Städten und bieten einen Ersatz für fehlendes wohnungsnahes Grün.  Denn 82 Prozent der Kleingärtnerhaushalte sind Mieterhaushalte, die zumeist in mehrgeschossigen Wohnblocks leben. Die eigene Parzelle bietet wohnungsnahen Ausgleich für fehlendes Grün.
 
Auch für den Natur- und Umweltschutz spielen Kleingärtner eine wichtige Rolle. Für fast alle Kleingärtner ist es selbstverständlich, Grundregeln des naturnahen Gärtnerns selbst zu praktizieren. Ökologische Musterkleingärten, die es in jeder zehnten Anlage gibt und in denen Möglichkeiten des naturnahen Gärtners verdeutlicht werden, unterstützen diesen Prozess zusätzlich.
 
Die städtebaulichen, ökologischen, gartenkulturellen und sozialen Leistungen der Kleingärtner- und Vereine wollen wir würdigen und nicht durch finanzielle Spielchen behindern. Daher lehnen wir DIE LINKE das Vorgehen in Essen entschieden ab!
 
Mit freundlichen Grüßen

Nina Eumann