Werben Sie dafür, mit der 1. Stimme sich selbst oder einen Kandidaten der anderen Parteien zu wählen, um zu verhindern, dass ein Rechtsextremer die Wahl gewinnt?
Ich persönlich halte taktisches Wählen bei der Erststimme für wenig sinnvoll, weil es an der Zahl der AfD-Abgeordneten im Abgeordnetenhaus und ihrem Einfluss auf die Berliner Politik nichts ändert. Deshalb sollten die Marzahnerinnen und Marzahner mit der Erststimme denjenigen wählen, von dem sie glauben, dass er sie am besten vertreten kann.
Es bedrückt mich, dass das aktuell leider ein AfD-Abgeordneter ist. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass wir mit einer bürgernahen und pragmatischen Politik vor Ort das Vertrauen in demokratische Parteien und Strukturen wieder stärken können.
Für uns Grüne liegt der Fokus deshalb gerade vor allem auf der Bezirksstimme. Hier droht die AfD eine absolute Mehrheit in unserem Bezirk zu erreichen, während wir Grünen aus dem Bezirksparlament ausscheiden könnten. Je mehr demokratische Parteien den Einzug schaffen, desto unwahrscheinlicher wird eine AfD-Mehrheit in Marzahn-Hellersdorf. Genau hier kann taktisches Wählen für die Grünen also tatsächlich einen Unterschied machen.

