Guten Tag Herr Dr. Arndt, wie sehen Sie die Haltung der Bundesregierung gegenüber Israel mit Blick auf die Hungersnot in Gaza?
Die Bundesregierung fordert von Israel, die Grenzübergänge nach Gaza für umfassende und ungehinderte Hilfslieferungen über den Landweg dauerhaft offen zu halten. Das ist zu unterstützen, wie auch die Forderung an die Hamas, die Waffen niederzulegen. Denn die Weigerung der Terrororganisation, die Waffen abzugeben und die Macht in die Hände einer zivilen Verwaltung zu legen, behindert effiziente Hilfe und den dringend notwendigen Aufbau ziviler Infrastruktur in Gaza.
Viel leiser ist die Bundesregierung gegenüber den Kriegstreibern im Sudan. Im Schatten des Gaza-Konflikts weitgehend von der Öffentlichkeit ignoriert, sind dort 20 Millionen Menschen von einer Hungersnot betroffen, was nicht nur an Hindernissen für Hilfslieferungen liegt, sondern auch an der Unterstützung beider Kriegsparteien durch internationale Akteure. Die Bundesregierung muss viel mehr Druck auf diese Länder aufbauen und vehement für einen Stopp der Waffenlieferungen eintreten.

