Martin Rosemann
SPD

Frage an Martin Rosemann von Rqrygenhq Xrggry bezüglich Landwirtschaft und Ernährung

18. Juni 2018 - 13:32

Sehr geehrter Herr Dr. Rosemann,

bei der Abstimmung im Bundestag am 28.06.2018
Befürworten Sie die Weideprämie oder lehnen Sie diese ab?

Mit freundlichen Grüßen
Edeltraud Kettel

Frage von Rqrygenhq Xrggry
Antwort von Martin Rosemann
22. August 2018 - 14:37
Zeit bis zur Antwort: 2 Monate

Sehr geehrte Frau Xrggry,

danke für Ihre Nachricht und entschuldigen Sie die Verzögerung bei der Beantwortung.

Ich gehe davon aus, dass Sie den von CDU/CSU und SPD eingebrachten Antrag "Herausforderungen durch die Rückkehr des Wolfes bewältigen und den Schutz von Weidetieren durch ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement gewährleisten", der am 28. Juni von der Mehrheit im Bundestag angenommen wurde, meinen.

Es geht hier in erster Linie um ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement und in diesem Rahmen natürlich auch um die Perspektiven der WeidetierhalterInnen, JägerInnen sowie LandwirtInnen. Hierbei haben wir neben Schutzmaßnahmen für Nutztiere vor dem Wolf ebenfalls beschlossen zu prüfen, wie die Wanderschäferinnen und -schäfer besser unterstützt werden können. Mit Hinblick auf die ökologische Leistung, die Schäferinnen und Schäfer für unsere Gesellschaft erbringen, ist es auch unsere Aufgabe, diese zu fördern.

Gerne wären wir als SPD-Bundestagsfraktion mit dem Antrag noch weiter gegangen und hätten eine Weidetierprämie eingeführt, doch hierzu war die CDU/CSU nicht bereit. Deshalb hat man sich mit dem im Bundestag beschlossenen Antrag auf eine Prüfung des Ganzen mit der Union verständigt.

Die wirtschaftliche Lage der meisten Schaf- und ZiegenhalterInnen ist sehr angespannt, obwohl sie einen großen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Deshalb wird sich meine Fraktion auch weiter dafür einsetzen, dass Schaf- und Ziegenhalter (nicht Weidetiere generell z.B. auch Milchkühe etc.) entlastet werden und verhandelt über eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt. Eine solche "Schafprämie" würde, auch für die besonders betroffenen Wanderschäfer Abhilfe schaffen, die nicht mit europäischen Agrarmitteln gefördert werden können.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne nochmal bei mir melden.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Rosemann