Malte Priesmeyer
FDP

Frage an Malte Priesmeyer von Jrebavxn C.-Gxbpm bezüglich Verkehr

15. August 2006 - 19:59

Wollen Sie den Flughafen Tempelhof retten? Und egal wie die Antwort ist: Warum und wie?

Frage von Jrebavxn C.-Gxbpm
Antwort von Malte Priesmeyer
16. August 2006 - 13:33
Zeit bis zur Antwort: 17 Stunden 33 Minuten

Klare Antwort: JA!

Der Flughafen Berlin-Tempelhof muss in Betrieb bleiben. Die Schließung wäre geschichtslos, kostet Arbeitsplätze und schadet den Interessen Berlins. Tempelhof muss auf Dauer als Verkehrsflughafen eine vitale Rolle im Berliner Flughafensystem übernehmen, unabhängig von einer möglichen Inbetriebnahme des geplanten Großflughafens.

Dabei sind seine besonderen Stärken -- die zentrale Lage, die enormen Gebäude-, Hallen- und Vorfeldkapazitäten und die exzellente Verkehrsanbindung -- in ein Betriebskonzept für den ältesten Großflughafen der Welt aufzunehmen. In diesem muss vorgesehen sein, dass der City-Airport Berlin-Tempelhof in seiner funktionalen Rolle gestärkt und vermehrt für regionale Strecken mit kleinem und mittlerem Fluggerät genutzt wird. Die vorliegenden Nutzungskonzepte für einen in Betrieb befindlichen Flughafen Tempelhof müssen ergebnisoffen geprüft werden. Der Ansiedlung luftfahrtrelevanter Einrichtungen im und am Flughafen ist dabei Priorität einzuräumen.

Der unsinnige und von der *FDP *von Anfang an bekämpfte so genannte "Konsensbeschluss" des damaligen Diepgen-Strieder-Senats ist Makulatur. Seine Umsetzung ist im Hinblick auf den Flughafen Tempelhof auch nicht im Interesse Berlins, sondern würde die Inbetriebnahme des geplanten und von allen Parteien getragenen Großflughafens "BBI" gefährden. Keinem Richter der Welt kann nämlich erklärt werden, weshalb man im Jahre 2012 Luftfahrtkapazitäten für 22 Millionen Passagiere jährlich schaffen muss, wenn man vier, fünf oder sechs Jahre vorher Luftfahrtkapazitäten für 4,5 Millionen Passagiere jährlich abgebaut hat.

Entsprechend bietet der Flughafen Tempelhof ein erfreuliches Entwicklungspotential für die luftfahrtrelevante und luftfahrtnahe Unternehmen. Die Kapazität von drei Vierteln aller Flugzeug-Abstellplätze Berlins und die freien Wartungshallen bieten Potential für ein Wiederaufleben des Luftfahrtwerftstandorts. Dabei muss Tempelhof nicht staatlich betrieben werden. Die Berliner Flughafengesellschaft BFG hat durch jahrelanges Versagen dokumentiert, dass sie weder Willens noch in der Lage ist, den City-Airport profitabel zu betreiben. Private Unternehmer haben wiederholt erklärt, dass sie sich dies zutrauen. Der Betrieb des Flughafens Tempelhof soll deshalb schnellstmöglich öffentlich ausgeschrieben werden.

Weitere wichtige Details, Informationen und Konzepte dazu finden Sie übrigens hier:
http://www.liberale-berlin.de/index.php?option=com_content&taskÊtegory§ionid=9&id´&Itemid6
http://www.flughafen-tempelhof.de

freundlich grüßt
Malte Priesmeyer