Portrait von Maik Brückner
Maik Brückner
Die Linke
100 %
11 / 11 Fragen beantwortet
Zum Profil
Frage von Jan Ole W. •

Könnten Sie sich vorstellen für die Legalisierung der Leihmutterschaft einzutreten, damit verbunden dass diese nicht nur Reichen Paaren möglich wird?

Portrait von Maik Brückner
Antwort von Die Linke

Guten Tag Jan Ole W.,

 

vielen Dank für Ihre Frage.

Das Thema Leihmutterschaft ist ethisch und juristisch äußerst komplex. Die Linke hat bisher noch keine umfassende dazu Position entwickelt, es gibt aber einen Diskurs dazu in unserer Partei. 

Fest steht: Die Möglichkeit, eine Familie zu gründen, sollte allen Menschen zur Verfügung stehen, unabhängig von Geldbeutel oder sexueller und geschlechtlicher Identität. Insofern setzen wir uns im ersten Schritt für eine Reform des Abstammungsrechts ein, die es nicht nur lesbischen Paaren ermöglicht, rechtlich gleichgestellte Mütter zu werden, sondern auch Mehrelternschaft, schwule und trans Paare berücksichtigt. Die Möglichkeiten der Adoption könnten außerdem gestärkt werden. 

Bei der Leihmutterschaft treten neben Fragen von Abstammungs- und Familienrecht auch die Rechte der Leihmutter ins Bild. Es ist richtig, dass Kinder aus Leihmutterschaft im Ausland in Deutschland anerkannt und von ihren Eltern adoptiert werden können. Allerdings führt das dazu, dass Paare im Ausland, je nach finanziellen Ressourcen, Verträge mit Leihmüttern abschließen können, die in Deutschland nicht legal wären. 

Es wird auch in Zukunft den Wunsch nach genetisch verwandten, eigenen Kindern geben. Daher ist die Politik dazu angehalten, legale und für alle Beteiligten sichere Wege zu finden, diesen Wunsch erfüllbar zu machen - unabhängig von Einkommen und Status. Dafür setze ich mich ein.

 

Viele Grüße

Maik Brückner

Was möchten Sie wissen von:
Portrait von Maik Brückner
Maik Brückner
Die Linke

Weitere Fragen an Maik Brückner