Leo Fischer
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Frage von Felix K. •

Frage an Leo Fischer von Felix K. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrter Herr Fischer,

ich wohne in einem Provinznest im Südwesten. Dort hat man im Wald vor einer Weile die Überreste zweier ehemaliger Wachtürme des Limes freigelegt, dann allerdings wieder zugeschüttet. Als ich nun Ihre Ausführungen zum Grenzschutz las, habe ich mich gefragt, ob man nicht zumindest in den entsprechenden Regionen die alten Fundamente der Türme aus der Römerzeit einer neuen Nutzung zuführen könnte? Das würde sicherlich Kosten sparen. Meine Frage lautet also: haben Sie bereits in Erwägung gezogen, bereits bestehende, traditionelle Strukturen für den Grenzschutz nutzbar zu machen? Im Beispiel liegen die Türme leider mitten im Wald. Dennoch würde eine malerische Grenzschutzanlage dort uns Germanen sicherlich vor einem Ansturm der Römer schützen. Oder vielleicht war es auch andersrum und mein Dorf lag auf der Seite der Römer und dann müssten wir uns vor den Germanen schützen. Ich bin da nicht so sicher, könnte das aber nochmal eruieren. So oder so würde man sich in der strukturschwachen Region sicher über die Suchscheinwerfer freuen, die dann auch mal ein Reh anleuchten und nicht immer nur irgendwelche komischen Gebäude in Städten.

Mit freundlichen Grüßen,

F. K.

Leo Fischer
Antwort von
Die PARTEI

Sehr geehrter Herr K.,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Ich gebe Ihnen recht, Europa hat eine lange und gute Tradition der Grenzziehung, die jetzt sinnlos aufs Spiel gesetzt wird. Dennoch denke ich, daß wir mit der Einbindung beispielsweise der Limesreste unser Ziel einer "Festung Europa" nur bedingt erreichen werden. Wie Sie wissen, hat auch der Limes die Goten nicht aufhalten können. Eine einzelne Grenzanlage kann das auch schwerlich bewerkstelligen. Unser Ziel muß die Kasernierung des Privaten sein - jeder Mensch ist eine Festung! Legen Sie einfach mal die Scheuklappen an, mauern Sie im Alltag! Mit jeder noch so kleinen Hürde, die wir den Flüchtlingen in den Weg legen, zermürben wir sie ein kleines bißchen mehr. Eine Mauer besteht aus mehr als aus Ziegeln - sie ist aus menschlichen Herzen geformt!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Leo Fischer, M.A. (†)