Stimmen sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu? Ja oder Nein?
Sehr geehrter Herr Mack,
die Neuerungen des Gesetzes sehen vor, dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt wird und automatisch steigt sollte die Lebenserwartung der Bevölkerung steigen. Da aber nicht alle Menschen die selbe Lebenserwartung haben bzw. Man nicht sicher sein kann das es so bleibt sehe ich es als Bürgerin dieses Landes extrem fragwürdig solch eine Verknüpfung in das Gesetz mit auf zu nehmen.
Es grüßt aus Horb
Ich halte eine maßvolle Anpassung der Regelaltersgrenze an die Entwicklung der Lebenserwartung grundsätzlich für richtig. Einen unbegrenzten Automatismus darf es dabei aber nicht geben.
Die Alterssicherungskommission schlägt vor, eine steigende Lebenserwartung im Verhältnis 2:1 auf zusätzliche Erwerbs- und Rentenzeit aufzuteilen. Nach den heutigen Annahmen würde die Regelaltersgrenze dadurch zwischen 2031 und 2041 schrittweise um etwa sechs Monate steigen. Zugleich soll die Entwicklung regelmäßig überprüft werden.
Ihren Einwand, dass Lebenserwartung und gesundheitliche Belastungen sehr unterschiedlich sein können, halte ich für wichtig. Eine solche Regelung kann deshalb nur ein Teil einer ausgewogenen Rentenreform sein. Wir brauchen zugleich Lösungen für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können.
Angesichts der demografischen Entwicklung halte ich eine solche maßvolle und überprüfbare Anpassung für vertretbar. Entscheidend ist, dass besondere gesundheitliche Belastungen und unterschiedliche Erwerbsbiografien angemessen berücksichtigt werden.

