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Katrin Göring-Eckardt
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Frage von Petra F. •

Kennen Sie die prekäre Situation von Psychotherapeuten? Sehen Sie die Gefahr des Präzedenzfalls für künftige Versorgung vulnerabler Bevölkerungsgruppen mit sehr wirksamen Rehabilitationsleistungen?

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt, zunächst möchte ich mich für Ihre politische Arbeit bedanken. Als niedergelassene Psychotherapeutin würde ich gerne wissen, ob Ihnen bekannt ist, dass meine Berufsgruppe mit Abstand die geringsten Einnahmen unter den Fachärzten erzielt? Dass sich diejenigen unter uns, welche nach dem abgeschlossenen Psychologiestudium die Therapeutenausbildung zwischen 1999 und 2020 begonnen hatten, i.d.R. verschulden mussten? Denn wir finanzierten im Gegensatz zu den Fachärzten die Ausbildungsstätten selber, arbeiteten in der klinischen Anerkennungszeit vollverantwortlich aber unbezahlt, z. B. In der Charité und mussten später hohe Ablösesummen für die Niederlassung zahlen.

Und nun entscheidet ein erweiterter Bewertungsausschuss auf der Grundlage nicht stimmiger/nicht korrekter Bewertungszahlen über eine Honorar k ü r z u n g ?! Vor dem Hintergrund eines früheren, konträren Urteis? Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass dieses Urteil rückgängig gemacht wird. Danke!

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Frau F.,

Der jüngste Beschluss, die Vergütung für psychotherapeutische Leistungen um 4,5 Prozent abzusenken, verschärft die bestehenden Versorgungsdefizite in der ambulanten Psychotherapie weiter. Es darf nicht dazu kommen, dass wirtschaftlicher Druck auf Praxen die Versorgung gesetzlich Versicherter weiter erschwert oder den Zugang zu Therapie zusätzlich verzögert. Die bündnisgrüne Bundestagsfraktion hat im März 2026 einen Antrag im Bundestag eingebracht, um die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland strukturell zu stärken. Die Kürzungen in der Psychotherapie senden ein falsches Signal im Umgang mit vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie psychisch erkrankten Menschen.

Mit freundlichen Grüßen,

Büro Katrin Göring-Eckardt.

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