Kennen Sie die prekäre Situation von Psychotherapeuten? Sehen Sie die Gefahr des Präzedenzfalls für künftige Versorgung vulnerabler Bevölkerungsgruppen mit sehr wirksamen Rehabilitationsleistungen?
Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt, zunächst möchte ich mich für Ihre politische Arbeit bedanken. Als niedergelassene Psychotherapeutin würde ich gerne wissen, ob Ihnen bekannt ist, dass meine Berufsgruppe mit Abstand die geringsten Einnahmen unter den Fachärzten erzielt? Dass sich diejenigen unter uns, welche nach dem abgeschlossenen Psychologiestudium die Therapeutenausbildung zwischen 1999 und 2020 begonnen hatten, i.d.R. verschulden mussten? Denn wir finanzierten im Gegensatz zu den Fachärzten die Ausbildungsstätten selber, arbeiteten in der klinischen Anerkennungszeit vollverantwortlich aber unbezahlt, z. B. In der Charité und mussten später hohe Ablösesummen für die Niederlassung zahlen.
Und nun entscheidet ein erweiterter Bewertungsausschuss auf der Grundlage nicht stimmiger/nicht korrekter Bewertungszahlen über eine Honorar k ü r z u n g ?! Vor dem Hintergrund eines früheren, konträren Urteis? Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass dieses Urteil rückgängig gemacht wird. Danke!


