Frage an Kai Voet van Vormizeele von Zvpunry Teöavat bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

22. November 2007 - 06:30

Sehr geehrter Herr van Vormizeele,

Das der Wahlstift nun ja wohl als Projekt gescheitert ist steht fest und wird auch nicht mehr zu ändern sein. Dies wird nun also dazu führen, dass in drei Monaten ein Heer von freiwilligen die Stimmen auszählen muss. Da ich vor 5 Jahren aus Bayern "eingewandert" bin, ist für mich das neue Hamburger Wahlrecht gar nicht so neu, sondern eher eine Variation dessen, was in meiner früheren Heimat seit Jahren praktiziert wird. Das Kumulieren und Panaschieren ist in Bayern fester Bestandteil des Kommunalwahlrechts. Was für mich aber neu ist, ist die Diskussion über die scheinbar unlösbaren logistischen Probleme, die zu Erwarten sind. Trauen sie den Hamburger Wahlhelfern nicht zu, was ihre bayerischen Kollegen seit Jahrzehnten scheinbar problemlos hinbekommen?
Ich werde mich auf jeden Fall als Wahlhelfer melden und so versuchen meinen Teil zu einer erfolgreichen Bürgerschaftswahl beizutragen.

Mit freundlichem Gruß,
Michael Gröning

Frage von Zvpunry Teöavat
Antwort von Kai Voet van Vormizeele
22. November 2007 - 18:23
Zeit bis zur Antwort: 11 Stunden 53 Minuten

Sehr geehrter Herr Gröning!

Zunächst mal herzlichen Dank für Ihre Bereitshaft sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Bestimmt werden ihre bayerischen Erfahrungen uns Hamburgern gut tun. Natürlich werden diese logistischen Probleme gelöst werden. Sie sind allerdings in Hamburg auch in einer etwas größeren Maß vorhanden. Während in München bei der letzten Wahl ca. 51 % der Menschen teigenommen haben (461.898 Wähler in 2002), hat Hamburg eine durchschnittliche Wahlbeteiligung von ca. 70% (also ca. 840.000 Wähler). Auch die Wahlbezirke sind in Hamburg mit 1550 fast doppelt so viele wie in München (ca. 860). Der Sicherheitsaufwand muß bei einer Landtagswahl naturgemäß höher sein, da es sich bei der Wahl um ein Verfassungsorgan handelt.

Das Heer von Wahlhelfern werden wir hoffentlich bekommen. Bisher braucht wir ca. 11.000 Wahlhelfer, die wir in den letzten Jahren nur unter größten Anstrengungen bekommen konnten. Jetzt werden 15.500 benötigt über mindestens 3 Tage. Ich hoffe die Hamburger werden sich ähnlich wie Sie, in großen Mengen für diese wichtige ehrenamtliche Aufgabe melden!

Mit freundlichem Gruß

Kai Voet van Vormizeele, MdHB