Frage an Kai Voet van Vormizeele von Xynhf Boehmrvg bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

18. November 2007 - 14:27

ein Bravo für Petra Richert! - Wenn/weil Handauszählung endgültig beschlossen ist, sollte man die immensen Kosten doch in einen praktischen Feldversuch investieren d.h. digital wählen lassen und zur Kontrolle elektronisch auszählen - notfalls mit Geheimhaltung bis zum offiziellen "manuellen" Ergebnis 1. ergäben sich so wichtige Erkenntnisse zum Für und Wider und 2. bekäme man nebenbei Ausssagen über die Höhe der menschlichen Zählfehler (die vermutlich höher liegen werden).

- Ich bin gespannt auf die weitere Diskussion, die ja wohl vorgesehen ist - oder?

Frage von Xynhf Boehmrvg
Antwort von Kai Voet van Vormizeele
18. November 2007 - 22:03
Zeit bis zur Antwort: 7 Stunden 35 Minuten

Sehr geehrter Herr Obruzeit!

Nichts würde mich mehr freuen, als die Anwendung des Digitalen Wahlstiftes versuchsweise in allen(!) Wahllokalen bei gleichzeitiger nachträglicher Auszählung per Hand. Dieses Modell hat die GAL jedoch am Freitagabend im Verfassungsausschuss nachdrücklich abgelehnt. Sie hat sich für einen Versuch in 17 Wahllokalen ausgesprochen, bei dem wir dem Wähler freistellen, ob er den Stift nutzen möchte oder nicht. Ich habe für mich persönlich deutlich gemacht, dass ich den flächendeckenden Test für äußerste sinnvoll halte, aber überhaupt keinen Sinn in ein Kleinsttest in 17 Wahllokalen sehe. Hierbei würden nur noch 85 der 12.000 angeschafften Stifte zum Einsatz kommen. Gleichzeitg wäre die wissenschaftliche Verwertbarkeit der Ergebnisse bei Null, da wir keine Innentäterszenarien realistisch abbilden könnten, noch eine hinreiche flächendeckende Anwendungen des Wahlstiftsystems hätten. Nicht einmal der Effekt einer Anwendung durch den Wähler wäre gegeben, da wir nur wenige Wahlberechtigte in den Konakt mit dem Stift bringen würden. Dies wäre die berühmte "weiße Salbe" ohne jeden Effekt!.

Mit freundlichem Gruß

Kai Voet van Vormizeele, MdHB