Wie verhindern Sie negative Erwerbsanreize bei Vollzeitarbeit durch die Kita-Gebührenerhöhung und in welchem Umfang fließen die Mehreinnahmen direkt in die Qualitätsverbesserung der Kitas?
Sehr geehrte Frau Barth-Dworzynski, der Senat plant ab 2027 höhere Kita-Gebühren für Betreuungszeiten über 5 Stunden. Berichten zufolge sollen die Mehreinnahmen vor allem der Haushaltskonsolidierung dienen, statt direkt in die frühkindliche Bildung zu fließen. Zudem entsteht ein massiver Fehlanreiz: Wer Vollzeit arbeitet, benötigt zwingend eine längere Betreuung. Durch die Gebührensteigerung wird das zusätzliche Einkommen zu einem Teil von den Kita-Kosten aufgefressen. Das dämpft den Anreiz zur Vollzeitarbeit spürbar – was oft zulasten von Frauen geht. Wenn Familien schon mehr zahlen müssen, sollte das Geld wenigstens nachweisbar der Qualität zugutekommen. Ich bitte um Beantwortung, wie Sie dieser Schieflage entgegenwirken und eine echte Qualitätsverbesserung garantieren wollen. Mit freundlichen Grüßen

