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Judith Skudelny
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Sehr geehrte Frau Skudelny, wie ist Ihre persönliche Meinung gendergerechter Sprache?

Sehr geehrte Frau Skudelny,

da diesem Thema äußerst aktuell ist, möchte ich Ihnen gerne diese Frage stellen:

Wie ist Ihre persönliche Einstellung hinsichtlich gendergerechter Sprache? Ist es für Sie ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung, da sich hierbei auch Menschen angesprochen fühlen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen, oder gibt es Ihrerseits große Bedenken? Nutzen Sie selbst gendergerechte Sprache und wenn ja, in welcher Form (Genderstern, Unterstrich, Doppelpunkt, Binnen-I etc.)?
Über eine schnelle und ausführliche Antwort würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank

Arta G.

Frage von Arta G. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen 4 Tage

Sehr geehrte Frau G.,

die Sprache ist ein Mittel der Kommunikation. Die Frage, ob und wie eine Botschaft ankommt, ist eine Frage des Senders und des Empfängers. Auf der einen Seite finde ich es wichtig, dass sich der Sender einer Botschaft darüber Gedanken macht, wie und an wen er adressiert. Auf der anderen Seite kann auch der Empfänger einer Botschaft tolerant mit dieser umgehen und versuchen zu verstehen, was der Sender meint und nicht daran festhalten, wie er es sagt.

Die Gräben, die über die Frage der gendergerechten Sprache aufgemacht werden, tun der Gesellschaft nach meiner Ansicht nicht gut.

Ich glaube auch nicht, dass eine gendergerechte Sprache der Schlüssel zur Gleichberechtigung ist. Man kann bspw. eine Stellenausschreibung perfekt gendern und trotzdem so gestalten, dass sich nur Männer darauf bewerben.

Mein persönlicher Ansatz als Empfänger einer Botschaft ist es übrigens, mich immer angesprochen zu fühlen. Auch dann, wenn ich es explizit nicht bin. Ich entscheide für mich, von welchen Botschaften ich angesprochen werde. Was meine eigene Sprache betrifft, gendere ich beim Sprechen eher weniger. Wenn ich gendere, dann verwende ich die männliche und weibliche Form. Ähnliches gilt für meine schriftliche Kommunikation - wobei es da auch auf den Empfänger oder die Empfängerin ankommt ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Judith Skudelny

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