Ihr Standpunkt zur geplanten Kopplung des Renteneintritts an 45 Beitragsjahre?
Sehr geehrter Herr Geerlings,
es droht eine der tiefgreifendsten Reformen unserer Altersvorsorge. Das Modell der Kopplung des Renteneintrittsalters an 45 Beitragsjahre wirft gravierende Fragen der sozialen Gerechtigkeit auf.
z.B. Die Benachteiligung von Bildungs- und Erwerbsbiografien: Wer bspw. aufgrund eines Studiums erst mit 26 Jahren ins Berufsleben einsteigt, müsste nach diesem Modell rechnerisch für eine abschlagsfreie Rente bis zum 71. Lebensjahr arbeiten.
Wollen wir in unserem Land wirklich Studienabschlüsse unattraktiv machen und verhindern?
Oder 2.: Die Benachteiligung von Frauen und Pflegenden: Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien durch Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen erreichen die 45 Beitragsjahre kaum und drohen systematisch schlechter gestellt zu werden.
Wollen wir soziale Ungleichheit und den Geburtenrückgang verstärken?
Ich freue mich auf Ihre Antwort und hoffe auf Sie und Ihre Stimme!
Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
L. K.

