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Joachim Albrecht
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Frage von Angela S. •

Frage an Joachim Albrecht von Angela S. bezüglich Wirtschaft

Sehr geehrter Herr Albrecht,

per Gesetz sollen nun Nichtraucher vor den Gefahren des Passivrauchens geschützt werden. Auf den Internetseiten http://www.passiv-rauchen.de/belastung_durch_umgebungsrauch.htm und http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Chemie%20statt%Mythen%20Version%20020207.pdf können Sie nachlesen, dass in der Gastronomie die Schadstoffe in der Luft durch Rauchen einen sehr geringen Wert ausmachen und keineswegs an die festgelegten Höchstwerte für Arbeitsplätze heranreichen.

Selbst die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten zweifelt an den Darstellungen und der Methodik der Weltgesundheitsorganisation und des Deutschen Krebsforschungszentrum im Zusammenhang mit der Gefährdung durch Passivrauch, nachzulesen unter http://www.passiv-rauchen.de/index.htm
Link offener Brief an Dr. Pötschke Langer

Könnten Sie sich unter diesen Gesichtspunkten eine Überprüfung des Nichtraucherschutzgesetzes vorstellen?

Mit freundlichen Grüßen
Angela Schoppe

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Antwort von
CDU

Sehr geehrte Frau Schoppe!

Untersuchungen zum Thema Raucher- und Nichtraucherbelastung, die von der Tabakindustrie finanziert werden, mögen zwar einen gewissen Unterhaltungswert haben, aber ein hohes wissenschaftliches Renommee haben sie in der Regel nicht. Untersuchungen von unabhängigen Wissenschaftlern, wie z.B. von der medizinischen Fakultät der Universität Triest, halte ich für wissenschaftlich belastbarer. Die Italiener haben immerhin herausgefunden, dass das sehr strickte Rauchverbot in italienischen Gaststätten bereits einen signifikanten Rückgang von Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen der Menschen in Norditalien mit sich gebracht hat.
Viel wichtiger als die von Ihnen angesprochene Frage in dem Zusammenhang finde ich den Aspekt der Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen, denn Rauchen ist die Einstiegsdroge Nr.1, gefolgt von Alkohol!

Zu Ihrer abschließenden Frage einer Überprüfung des Gesetzes kann ich Ihnen versichern, wir werden dieses Gesetz überprüfen, auch auf Ihre Fragestellung hin, und dann feststellen, ob Veränderungen möglich oder notwendig sind, denn das haben wir bereits in das Gesetz hineingeschrieben.

Mit freundlichen Grüßen aus Hannover nach Peine
Joachim Albrecht