Können Sie sich bitte für die kürzlich eingetreten Gehaltskürzung von PsychotherapeutInnen einsetzen?
Sehr geehrte Frau Schäfer,
mit großer Sorge habe ich die geplante Kürzung der Vergütung für psychotherapeutische Leistungen zur Kenntnis genommen.
Der Weg in den psychotherapeutischen Beruf ist lang und kostenintensiv. Viele beginnen erst spät, regulär Einkommen zu erzielen und in die Rentenversicherung einzuzahlen. Gleichzeitig sind viele Therapeutinnen Frauen und müssen den Beruf mit Sorgearbeit vereinbaren. Die neue Absenkung der Vergütung verschärft diese strukturellen Nachteile.
Zudem drohen negative Folgen für gesetzlich versicherte PatientInnen. Schon heute sind Therapieplätze knapp und Wartezeiten lang. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen für ambulante Psychotherapie kann die Versorgung weiter gefährden, da viele Therapeuten finanziell bedingt auf die Versorgung Privatversicherter ausweichen werden müssen.
Ich bitte Sie daher, sich politisch für bessere Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Versorgung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Anna Garcia R.

