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Hans-Ulrich Pfaffmann
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Frage an Hans-Ulrich Pfaffmann von Philipp S. bezüglich Soziale Sicherung

Sehr geehrter Hans-Ulrich Pfaffmann

das Ehrenamt ist für Bayern von großer Bedeutung, betonte ihre Partei. Dennoch benötigt auch die ehrenamtliche Arbeit die kräftige Unterstützung des Staates. Ehrenamt lebt natürlich in erster Linie von den Mitarbeitern, die viel Zeit und Geld opfern – aber alle Ausgaben können trotzdem nicht gedeckt werden. Spenden, von denen eine gemeinnützige Organisation lebt, werden bei einer gestiegenen Inflationsrate automatisch weniger.

In diesem Zusammenhang betrachtet, die für den Bayrischen Jugendring (BJR) zur Verfügung gestellten Mittel der letzten Jahre, so stellt man fest, das im Jahre 2002 noch 19,6 Millionen Euro vom Freistaat gezahlt wurden und im Jahr 2004 nur noch 16,2 Millionen Euro (Quelle: Arbeitsbericht BJR). Auch wenn es im Jahr 2007 eine Steigerung auf 17,3 Millionen Euro gab, wurde der Wert von 2002 bei weitem nicht mehr erreicht.

Mit diesem Geld wird die Arbeit in Jugendverbänden z.B. die der Feuerwehr, Sportjugend, Trachtenvereine etc. unterstützt – ehrenamtlich Arbeit, die der Staat so niemals leisten könnte.

Meine Frage an Sie ist, ob der BJR in den kommenden Jahren zumindest wieder mit einer Steigerung der Mittelzuwendung auf den Wert von 2002 rechnen kann (+ MwSt.-Ausgleich & Inflationsausgleich)?

Welche weiteren Maßnahmen sind von Seiten Ihrer Partei geplant um die Arbeit des BJR tatkräftig zu unterstützen?“

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Schiele

Frage von Philipp S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 14 Stunden 49 Minuten

Sehr geehrter Herr Schiele,

ich habe so ziemlich die gleiche Frage gestern schon bekommen, ich stelle die Antwort hier nochmal ein:

"Die CSU-Staatsregierung hat in den Jahren seit 2003 die Ausgaben für die Förderung des Ehrenamtes und besonders für die Jugendarbeit massiv zusammengestrichen. Das hat die SPD natürlich kritisiert, weil wir es für falsch halten. Unsere Gesellschaft lebt, wie Sie es auch gesagt haben, vom Ehrenamt. Und wie ich aus eigener Erfahrung weiß, haben viele Vereine, Verbände und andere Träger ehrenamtlicher Arbeit große Probleme, gerade Jugendliche für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen. Diesen dann auch noch die Unterstützung zu kürzen, ist das völlig falsche Signal. Deshalb bin ich selbstverständlich dafür, die Kürzungen rückgängig zu machen und im Gegenteil angemessen in diesen Bereich zu investieren. Denn ich sehe Ausgaben für Jugendarbeit in der Tat als Investition in die Zukunft an.
Was die Frage nach weiterer Unterstützung angeht, so halte ich es wie schon gesagt für wichtig, Jugendliche verstärkt für ehrenamtliche Arbeit zu motivieren und zu mobilisieren. Wenn sich die Chance dazu ergibt, sollten sich Politik und Verbände zusammenfinden, um gemeinsam zu überlegen, wie so eine Mobilisierung für das Ehrenamt gelingen könnte. Der Anreiz für Jugendliche, ehrenamtlich aktiv zu sein, muss ja kein finanzieller sei, das lässt sich z.B. auch über Fortbildungsangebote, oder über Zeugnisse für ehrenamtliche Arbeit (auch Arbeitgeber schauen ja darauf, was Bewerber sonst noch können), ermöglichen."

Mit freundlichen Grüßen,

Hans-Ulrich Pfaffmann,