Wie setzen Sie sich dafür ein, dass Deutschland Waffenexporte stoppt, humanitäre Hilfe für Gaza aufstockt und diplomatisch auf einen Waffenstillstand hinwirkt?
Guten Tag,
als Bürger Deutschlands wende ich mich mit großer Sorge und wachsender Verzweiflung an
Sie.
Die humanitäre Lage in Gaza ist katastrophal.
Hunderttausende Menschen, darunter unzählige Kinder, leiden unter Hunger, Vertreibung, fehlender medizinischer Versorgung und permanenter Lebensgefahr. Die fortgesetzte Blockade humanitärer Hilfe verschärft das Leid täglich.
Es macht mich, wie viele andere Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, tief verzeifelt, dieser humanitären Katastrophe nahezu tatenlos zusehen zu müssen. Das gezielte Aushungern der in großen Teilen zivilen Bevölkerung stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar. Deutschland muss sich dem - auch und gerade aufgrund seiner ganz eigenen in Teilen grausamen Geschichte, die sich ähnlichen Methoden bediente - entschlossen entgegenstellen.
Mein Appell an Sie ist deshalb: nehmen Sie Ihre Rechte und Pflichten als Bundestagsabgeordneter war. Stoppen Sie dieses Verbrechen!
Mit freundlichen Grüßen,
Tim D.
Sehr geehrter Herr D.,
vielen herzlichen Dank für Ihre Nachricht.
Auch ich sorge mich um das Leid der Menschen - sowohl um das Leid der ehemaligen israelischen von der Hamas verschleppten Geiseln als auch um die Zivilbevölkerung in Gaza, die von der Hamas als Schutzschild und Faustpfand missbraucht wurde und die einen furchtbaren Krieg erleben mussten. Der Waffenstillstand, die Freilassung aller israelischen Geiseln, die Herausgabe der toten Geiseln, aber auch natürlich die humanitären Hilfen für die Zivilbevölkerung in Gaza sind wichtige Schritte. Weitere Schritte wie die Entwaffnung der Hamas müssen folgen.
Aber Boykotte und Sanktionen lehne ich und die CSU auch mit Blick auf die deutsche Geschichte ab. Das Existenzrecht Israels steht außer jeder Frage. Die Bundesregierung hält zudem zu Recht an der Überzeugung fest, dass nur eine wirklich verhandelte Zwei-Staaten-Lösung dauerhaft Frieden und Sicherheit für Israelis und Palästinenser bringen wird, eine einseitige Anerkennung wird dies nicht zur Folge haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Prof. Dr. med. Hans Theiss, MdB

