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Hans Friedl
FREIE WÄHLER
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Werden Sie sich dafür einsetzen, den Abbau von Krankenhauskapazitäten über den Krankenhausstrukturfonds zu beenden und statt dessen in eine echte Ertüchtigung des Gesundheitssystems zu investieren?

Sehr geehrter Herr F.,

Kennen Sie den Inhalt des KHSF?

Der Bund stellt mit dem Krankenhausstrukturfonds für die Jahre 2018 bis 2024 insgesamt 2,5 Milliarden Euro für die Schließung von Krankenhäusern und den Abbau von Krankenhauskapazitäten zur Verfügung - unter anderem Geld aus dem Gesundheitsfonds, gespeist aus den Krankenkassenbeiträgen der Bürger.

Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 wurden und werden auf diesem Weg 20 Krankenhäuser geschlossen.

Gleichzeitig ist erklärtes Ziel der Politik, eine durch Covid19 drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
Zu diesem Zweck sind in den vergangenen zwei Jahren bisher nicht vorstellbare Einschränkungen der individuellen Rechte und des öffentlichen Lebens implementiert worden.

Wie kann der Bund einerseits die Schließung von Krankenhäusern mit Milliardenbeträgen subventionieren und gleichzeitig die drohende Überlastung des Gesundheitssystems zum Maßstab der Politik machen?

Mit freundlichen Grüßen
Mathias Gummert

Frage von Mathias G. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 22 Stunden 51 Minuten

Sehr geehrter Herr. G.

Für Ärzte und Pflegekräfte ist der Alltag im Krankenhaus oftmals von wirtschaftlichem Druck geprägt. Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion setzen uns dafür ein, dass die Gesundheit der Patientinnen sowie Patienten und auch gesunde Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal endlich wieder im Mittelpunkt stehen. Daher kämpfen wir gegen eine zunehmende Ökonomisierung des deutschen Medizinwesens. Ein erster wichtiger Schritt ist dabei die grundlegende Überarbeitung des Fallpauschalensystems. Gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land erfordern zudem eine wohnortnahe Krankenhausstruktur, welche die Grundversorgung in ganz Bayern abdeckt. Aus diesem Grund engagieren wir uns für deren Erhalt und wo erforderlich auch für einen Ausbau. Gleichermaßen gilt es, einer wachsenden Konzentration von Gesundheitseinrichtungen ausschließlich in Ballungszentren entgegenzuwirken.

mit freundlichen Grüßen

 

Hans Friedl

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