Sehr geehrter Herr MdB Dr. Gysi, treten Sie persönlich - und Die Linke insgesamt - für (pol. NICHT verhandelbare) "Essentials" in allen Kernbereichen unserer "SOZIALEN" Marktwirtschaft der BRD ein ?
Zum Hintergrund meiner Frage an Sie zur "sozialen Marktwirtschaft" verweise ich darauf, dass der Axel Springer-Konzern - als (h. E.) wichtiges Medienunternehmen in Deutschland - UNSERE "soziale Marktwirtschaft" (in der BRD) durch die "Prinzipien der freien Marktwirtschaft" (offiziell als Springer "Essential") ersetzen ließ - wie folgt :
https://taz.de/Neue-Verlagsgrundsaetze-bei-Springer/!6170520/
Zitat:
"...Neufassung der Essentials. Denn wo Essential No. 4 bislang lautete, „Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein“, steht jetzt etwas ganz anderes. „Wir vertreten die Prinzipien der freien Marktwirtschaft“..."
https://www.axelspringer.com/de/was-uns-ausmacht
Zitat:
"Unsere Unternehmensverfassung – die Essentials"
4 - "Wir vertreten die Prinzipien der freien Marktwirtschaft."
Sehr geehrter Herr MdB Dr. Gysi,
werden Sie alle "Essentials" der "SOZIALEN" Marktwirtschaft - als Wirtschaftsordnung der BRD - verteidigen ?
...und wenn ja : WIE ?
MfG
Michael Pfeiffer
Sehr geehrter Herr P.,
Ihre Frage vom 17. Mai hat mich erreicht.
Selbstverständlich treten wir dafür ein, dass der Markt unbedingt sozial ausgeglichen werden muss. Dass der Springer-Konzern dies ändert, liegt nahe. Solange die sozialistischen Länder existierten, brauchte man auch ein soziales Bild. Da es sie nicht mehr gibt, glaubt man heute, das Soziale einschränken zu können. Das betrifft die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, den Achtstundentag, die Grundsicherung, die Renten, die Gesundheitsversorgung und vieles mehr. Wir werden entschieden gegen diesen Abbau eintreten.
Mit freundlichen Grüßen
Gregor Gysi

