Dr. Götz Frömming
Götz Frömming
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Frage von Werner S. •

Warum sind angestellte Lehrer besser gestellt als angestellte Universitätsakademiker? Beide unterrichten. Lehrer publizieren nicht.

Sehr geehrter Herr Frömming,

Ihre dargelegte Position zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Argumentieren wir doch einmal anders herum: Was halten Sie davon, den Beamtenstatus für Lehrer abzuschaffen? Lehrer sind in Zukunft angestellt und unterliegen einer vergleichbaren zwölf-Jahresklausel. Wem es bis dahin nicht gelingt, verbeamtet zu werden oder eine Fachbetreuung zu erlangen, steht auf der Straße. Jüngere Kollegen hätten dann die Gelegenheit, sich erfolgreich zu profilieren. Dies wäre für junge Uniabgänger der Grund dafür, zu unterrichten.

Im Ernst: Angestellte Lehrer und Referendare sind zwar hochqualifiziert, aber meist doch nicht so wie Uniakademiker. Deren Ausbildung ist diffiziler und erfordert Noten unter 1,5, z.T. sogar unter 1. Trotzdem stehen Lehrer arbeitsrechtlich wesentlich besser da (z.B. Streikrecht, faktische Unkündbarkeit nach 15 Jahren).

Halten Sie das für gerecht oder gar für sinnvoll?

Mit bestem Dank

Werner S.

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