Stimmen Sie der Elterngeldreform, verpflichtenden Partnermonaten und einer Kürzung des Elterngeldes zu?
Sehr geehrter Herr Döring,
Bundesfamilienministerin Karin Prien plant, die Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate zu verkürzen und drei Partnermonate vorzuschreiben.Dadurch erhält der hauptsächlich betreuende Elternteil höchstens neun Monate Elterngeld. Für viele Familien entsteht so eine finanzielle Lücke, Probleme einen Kita- Platz zu finden. Zudem benachteiligt es stillende Mütter.Die Erhöhung des Mindestbetrags von 300 auf 330 Euro gleicht die Inflation seit 2007 nur zu einem kleinen Teil aus. Zugleich sinkt die Gesamtsumme: 14 Monate zu 300 Euro ergeben 4.200 Euro, zwölf Monate zu 330 Euro nur 3.960 Euro. Die Reform bedeutet damit weniger Geld für Familien.Eine solche Reform erhöht das Armutsrisiko von Familien ausgerechnet in einem Staat, der sich mehr Kinder wünscht.Werden Sie einer Verkürzung der Elterngeldbezugsdauer zustimmen und sich dafür einsetzen, dass die bisherigen 14 Monate erhalten bleiben?

