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Fabio De Masi
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Frage von Patrick R. •

Würden Sie persönlich eine direkte oder indirekte Zusammenarbeit mit der AfD unterstützen?

Guten Tag,

Sehr geehrter Herr De Masi,

das BSW möchte mit allen Parteien zusammenarbeiten, auch mit der rechtsextremen AfD. Wie stehen sie persönlich dazu? Können sie es mit sich selbst vereinbaren, einer solchen Partei in welchem Ausmaß auch immer zur "Macht" zu verhelfen? Also beizutragen, dass solcheMenschen zu staatlicher Entscheidungsgewalt kommen.

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

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Antwort von BSW

Sehr geehrter Herr R.,

Ihre Behauptung ist unzutreffend. Wir werden weder einen Ministerpräsidenten der CDU noch der AfD unterstützen. Wir haben die AfD lediglich zu einem öffentlichen Duell herausgefordert, wie Sie hier nachlesen können. 

https://bsw-vg.de/wp-content/uploads/2026/06/Brief_Weidel_Chrupalla.pdf.pdf

Eine Einordnung gibt es auch in diesem Video bei DIE ZEIT

https://www.tiktok.com/@zeit/video/7657239487050747168

sowie hier durch mich persönlich bei Markus Lanz im ZDF

https://www.youtube.com/watch?v=iHPoeEQyq34

Tatsächlich verhelfen jene Parteien der AfD zur Macht, die für eine Politik verantwortlich sind, die den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands und die Verschärfung der sozialen Spaltung weiter verschärft hat. 

Alle Parteien – von der CDU bis zur Linken – außer dem BSW, haben etwa im Bundesrat der Aufhebung der Schuldenbremme ausschließlich für Rüstungsausgaben zugestimmt. Diese Politik knallt US-Präsident Donald  Trump die Auftragsbücher voll und zerstört die produktive Basis unserer Wirtschaft. In den kommenden Jahren soll laut der Finanzplanung des Bundes bereits fast jeder dritte Euro aus dem Bundeshaushalt in Rüstung fließen. Auch die AfD befürwortet die Hochrüstung – ohne dass hier jemand eine "Zusammenarbeit" des politischen Establishments mit der AfD beklagt. Sowohl Alice Weidel als auch der Ex-Kanzlerkandidat der Grünen, Robert Habeck, haben Rüstungsausgaben in Höhe von 5 Prozent des deutschen BIP (eine Forderung von Donald Trump) begrüßt. Dies entspräche sogar jedem zweiten Euro aus dem Bundeshaushalt.

Die Brandmauer-Koalitionen haben die AfD nur weiter gestärkt. Daher sind wir der Meinung, dass es einen überparteilichen Ministerpräsidenten braucht, der mit wechselnden Mehrheiten regiert. Dies bedeutet auch, dass man eine 30 Prozent Partei wie die AfD in parlamentarische Sach-Entscheidungen einbeziehen muss. 

Wahrscheinlicher ist es jedoch nach meiner Überzeugung, dass einzelne CDU-Abgeordnete die AfD stützen werden, da es eine große inhaltliche Nähe in der Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie bei der Rüstung zwischen CDU und AfD gibt.

Wo ich politisch stehe, können Sie unter anderem in meinem Buch nachlesen, das am 17. Juli erscheint und in dem ich meine Herkunft und meine Sicht auf die Politik erläutere.

https://www.rowohlt.de/buch/fabio-de-masi-geld-macht-verbrechen-9783498005436

Beste Grüße

Fabio De Masi

 

 

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