Wie vereinbaren die Grünen ihre Klimaziele mit dem Ersatz russischen Erdgases durch LNG und Frackinggas, wenn dadurch zusätzliche Umwelt- und Klimabelastungen entstehen? (Quelle Wahlprogramm 2026)
Sehr geehrter Herr Marquardt,
Hintergrund meiner Frage ist der Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und der seit 2022 veränderten Energieversorgung. Der Ersatz russischen Pipelinegases erfolgte u. a. durch zusätzliche LNG-Importe. Dabei können Förderung – insbesondere Fracking –, Methanemissionen, Verflüssigung, Schiffstransport und Regasifizierung die Treibhausgasbilanz erheblich beeinflussen.
relevante Quellen u.a.:
- Umweltbundesamt: Klimawirkung und Methanemissionen von Erdgas/LNG
- IEA: „Global Methane Tracker“
- IPCC: Klimawirkung von Methan und fossilen Energieträgern
- EU-Kommission: REPowerEU und Diversifizierung der Gasversorgung
Mich interessiert daher, ob die Grünen für ihre energiepolitischen Entscheidungen eine vollständige Lebenszyklusbilanz der verschiedenen Bezugsquellen zugrunde legen und wie daraus konkrete Konsequenzen für die Berliner Energie- und Klimapolitik abgeleitet werden.

