Wie kann es sein, dass wenn man als Student einen Nebenjob ausübt, um nicht vom Staat leben zu müssen, bestraft wird, indem man sich selbst versichern muss? (studentische Versicherung 150€/Monat)
Sehr geehrte Frau Zeulner,
ich bin aktuell Studentin und übe nebenbei einen Werkstudentenjob aus, um kein Bafög beantragen zu müssen.
Anfangs hatte ich sogar zwei Nebenjobs, jedoch wurde mir gesagt, dass ich „zu viel“ verdiene und mich selbst versichern müsste. Dadurch habe ich einen Nebenjob gekündigt, um wieder in die Familienversicherung zu kommen.
In den letzten Semesterferien habe ich dann mehr gearbeitet, um mir Überstunden aufzubauen, welche mir im darauffolgenden Monat ausbezahlt wurden.
Und heute bekam ich einen Anruf von der DAK, dass ich doch bitte meine Beiträge nachzahlen soll und mich das komplette Jahr selbst versichern muss, da ich wieder - laut ihnen - zu viel verdient habe.
Wie kann es bitte sein, dass eine 20 Jährige, welche ihren Lebensunterhalt selbst und eigenständig verdienen möchte, bestraft wird und ihr erarbeitetes Geld einzahlen muss, wohingegen andere Unterhaltskosten vom Staat erhalten.

