Warum unterstützt die CDU nicht den Bau einer Brücke über die Rennbahnallee,die weiterhin Strassenbahntauglich bleibt?Ein Rückbau bringt noch mehr Stau als ohnehin schon!
Ich bitte Sie daher nochmals um Prüfung und faire Zusammenarbeit mit denjenigen,die dieses Projekt unterstützen-und da geht es vor allem um die Bürger der Hansestadt Rostock!
Zunächst einmal vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihren Hinweis zur Brücke über die Rennbahnallee. Viele Bürgerinnen und Bürger teilen Ihre Sorge, dass ein vollständiger Rückbau der Straßenbahntrasse zusätzlichen Verkehr und Stau verursachen könnte. Wir nehmen diese Hinweise sehr ernst und verstehen den Wunsch, die Brücke weiterhin straßenbahntauglich zu erhalten.
Als CDU‑Fraktion in der Rostocker Bürgerschaft, der ich als Fraktionsmitglied angehöre, haben wir uns intensiv mit den fachlichen Einschätzungen der Verwaltung und der RSAG befasst. Aus verkehrlicher Sicht wäre eine straßenbahntaugliche Brücke zweifellos sinnvoll, weil sie die bestehende Verbindung sichern und zusätzliche Belastungen im Straßenverkehr vermeiden könnte. Allerdings ist eine solche Lösung nach aktuellem Stand nicht förderfähig und würde das Gesamtprojekt TRAM WEST finanziell wie zeitlich erheblich gefährden. Die Stadt ist hier an strenge Vorgaben des Bundes gebunden, die wir nicht ignorieren können.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Mobilität nicht allein eine Frage von Förderlogik ist. Viele Menschen haben über Jahrzehnte auf die Straßenbahnverbindung vertraut. Deshalb haben wir den Antrag der SPD‑Fraktion in der Bürgerschaft unterstützt, der eine erneute Prüfung einer möglichen Anbindung des Neuen Friedhofs vorsah. Auch wenn dieser Antrag keine Mehrheit fand, bleibt für uns klar, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden müssen.
Wir sehen aber ebenso, dass der Wegfall der Straßenbahn eine verlässliche Alternative erfordert. Die RSAG ist hier klar gefordert, ein Konzept vorzulegen, das sowohl die Erreichbarkeit des Neuen Friedhofs als auch die Verkehrssituation an der Rennbahnallee realistisch berücksichtigt. Dazu gehören eine robuste Bustaktung, eine klare Linienführung und Maßnahmen, die zusätzliche Staus vermeiden. Ein Bus, der im täglichen Stau stecken bleibt oder zu selten fährt, kann die weggefallene Straßenbahn nicht ersetzen.
Faire Zusammenarbeit bedeutet für uns, dass Verwaltung und RSAG offen darlegen, welche Lösungen realistisch sind, welche förderrechtlichen Grenzen bestehen und wie die Belastung an der Rennbahnallee künftig reduziert werden kann. Dies werden wir weiterhin einfordern.

