Sachsen-Anhalt kämpft seit Jahren mit erheblichem Unterrichtsausfall. Welche konkreten und kurzfristigen Maßnahmen planen Sie, um den Lehrerberuf in unserem Bundesland attraktiver zu machen?
Die Arbeit als Lehrkraft verdient hohe Anerkennung. Damit die Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler besser auf den weiteren Weg nach der Schule vorbereiten können, sollen die Lehrpläne entschlackt werden, damit wir modernen kompetenzorientierten Themen mehr Platz geben können.
In Sachsen-Anhalt bekommen Lehrkräfte unabhängig von der Schulform die gleiche Vergütungseingruppierung (A/E13). Um Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt zu binden, ist eine Verbeamtung möglich. Ab dem Alter von 60 Jahren reduzieren wir bei Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt schrittweise eine bis später drei zu haltenden Unterrichtsstunden pro Woche.
Für interessierte Seiteneinsteiger müssen wir die Programme aufrecht erhalten, dabei jedoch die Begleitung durch Qualifikation und Mentoren so verbessern, sodass die Abbrecherquote gesenkt wird.
Das Modellprojekte Duales Studium soll für einen früheren Praxisbezug ausgeweitet werden.
Insbesondere im Lehramtsstudium Mathematik gibt es eine extrem hohe Abbrecherquote. Dies aufgrund von Studieninhalten, die nicht praxisrelevant sind. - Hier müssen praxisrelevante Studieninhalte eingeführt werden, die zugleich die Abbrecherquote senken.

