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Claudia Lücking-Michel
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Frage von Till R. •

Frage an Claudia Lücking-Michel von Till R. bezüglich Soziale Sicherung

Sehr geehrte Frau Lücking-Michel,

ich danke Ihnen für die ausführliche Beschreibung Ihrer Ziele auf abgeordnetenwatch.de!
Ich bin letztes Jahr nach Bonn gezogen, und es gibt eine Sache, die mich an Bonn sehr stört:
Die Innenstadt ist vollständig kommerzialisiert. Es gibt keine Möglichkeit sich an einen Tisch zu setzen, wenn man kein Geld ausgeben will. Es stehen ja hier und da ein paar Sitzmöglichkeiten. Die sind aber höchsten für eine Pause von der Shoppingtour gut. Darum geht es ja anscheinend auch. Wenn es regnet gibt es dann gar keine freien Sitzmöglichkeiten mehr.
Das ist halt der schöne freie Markt. Überall wird man von billigen Fastfood- und billigen Bäckerketten angelockt. In unmittelbarer Nähe des Münsterplatzes haben wir: McDonalds, Subway, Pizza Hut, Starbucks, Backwerk, Kamps und ich glaube noch ein paar andere Bäcker und Nordsee. Da bin ich mir aber nicht sicher.
Wie stehen Sie dazu? Was sind Ihre Vorhaben bezüglich dieses Themas? Wie setzen Sie sich für eine Entkommerzialisierung der Innenstadt ein? Unterstützen Sie die Kampagne "LiZ"?
Ich würde es Ihnen danken. So wie es jetzt ist, gehe ich nicht sehr gerne in die Innenstadt. Der schöne und saubere Bahnhof ist natürlich ein weiterer Faktor.

Mit freundlichen Grüßen,
Till Renger

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Renger,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworten möchte:

Es ist in der Tat sehr bedauerlich, dass die Zahl der inhabergeführten Geschäfte mehr und mehr abnimmt. Die Filialisten dominieren zunehmend die Einkaufs- und Verzehrmöglichkeiten der Bonner Innenstadt. Ich bewerte diese Entwicklung als sehr bedenklich. Wir können uns zwar auf der einen Seite der zunehmenden Globalisierung nicht verwehren, aber auf der anderen Seite sollten wir die Individualität unserer Bundesstadt aufrechterhalten und das Stadtbild ausgewogen gestalten.

Auch eine bürgerfreundliche Gestaltung der Innenstadt ist selbstverständlich wünschenswert. Öffentliche Sitzmöglichkeiten können hier einen Beitrag dazu leisten. Die von Ihnen angesprochenen Punkte sind jedoch eher eine Frage der kommunalen Regelung. Daher kann ich mich als Bundestagsabgeordnete nicht auf unmittelbarem Wege dafür einsetzen. Ich kann Ihnen jedoch sagen, dass ich Städte über die Bundesebene ermutigen werde Zentrenkonzepte, wie die der „LiZ“-Kampagne“, zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Lücking-Michel