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Frage an Christian Schmidt von Reiner P. bezüglich Energie

Sehr geehrter Herr Schmidt,

wie Sie sicherlich wissen sind in Bayern z.Z. die Kernraftwerke Grafenrheinfeld (Inbetriebnahme 1981), Grundremmingen B+C (inbetriebnahme 1984) und Isar 1+2 (Inbetriebnahme 1977 /1998) in Betrieb. Diese Kraftwerke produzieren teilweise seit nunmehr 28 Jahren Strom und sind für die Betreiber seit vielen Jahren damit in der Gewinnzone und abgeschrieben.
Werden Sie nach den Vorkommnissen z.B. in Gorleben oder Asse und der immernoch ungeklärten Endlagerung des hochradioaktiven Mülls einen Ausstieg aus dem "Ausstieg" unterstützen, oder werden Sie für die endgültige Abschaltung der Kernkraftwerke votieren?
Es wäre schön, wenn Sie diese Frage noch vor der Bundestagswahl beantworten könnten. Vielen Dank.

Mit freundlichem Gruß

Reiner Plonka

Frage von Reiner P. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 18 Stunden

Sehr geehrter Herr Plonka,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die CSU setzt sich für eine nachhaltige, umweltfreundliche Energieerzeugung ein. Deshalb wollen wir die Erneuerbaren Energien ausbauen und den sparsamen und effizienten Umgang mit Energie fördern. Eine sichere, preiswerte und ökologisch verträgliche Energieversorgung ist für den modernen Industriestandort Deutschland von höchster Bedeutung und schafft das Fundament für Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Arbeitsplätze.

Deshalb wollen wir eine Energiepolitik mit Vernunft und Augenmaß. Dazu gehört ein breit gefächerter Energiemix aus Biomasse, Wasser-, Wind- und Sonnenenergie sowie Erdöl, Kohle, Gas und Kernenergie. Jeder Energieträger hat seine Stärken, die wir nutzen wollen.

Ohne Kernenergie ist eine globale Lösung der CO2-Problematik derzeit leider nicht möglich. Mit Wind- und Solarenergie allein sind der drastisch steigende Energiebedarf und die weltweiten Klimaschutzziele nicht in Einklang zu bringen. Deshalb wollen wir, bis die Erneuerbaren Energien in der Lage sind, unseren Energiebedarf zu decken, noch die Kernkraft. Da für uns die Kernenergie eine Brückentechnologie ist, lehnen wir den Neubau von Kernkraftwerken ab. Die Lösung der Endlagerfrage ist unabhängig von der Laufzeit eine drängende Aufgabe, die den nächsten Bundesumweltminister beschäftigen muss.

Für uns ist ganz wichtig: Die Betriebsdauer der deutschen Kernkraftwerke wird sich ausschließlich an der Gewährleistung des größtmöglichen Sicherheitsniveaus jeder Anlage orientieren. Den größten Teil des zusätzlich generierten Gewinns aus der Laufzeitverlängerung wollen wir nach einer verbindlichen Vereinbarung mit den Energieversorgungsunternehmen zur Forschung im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien sowie zur Senkung der Strompreise verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Schmidt MdB