Werden sie sich gegen die Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen einsetzen?
Sehr geehrte Herr Berger,
ich wende mich an Sie mit großer Sorge bezüglich der aktuellen Überlegungen zur Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen sowie der damit verbundenen Honoraranpassungen, welche zwangsläufig ökonomische Anreize liefern, weniger gesetzlich Versicherte zu behandeln. Dies würde die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärfen.
Als psychologischer Psychotherapeut mit eigener Niederlassung in Gummersbach und wohnhaft in Rösrath (51503) zeigt sich die ohnehin schon desolate Versorgungslage u.a. in der Wartezeit auf einen psychotherapeutischen Behandlungsplatz. Diese beträgt in meiner und vielen anderen Praxen durchschnittlich mehrere Monate (ca. 8 Monate in meiner Praxis). Für Menschen in akuten psychischen Krisen bedeutet dies eine erhebliche Verschärfung ihres Leidensdrucks, häufig verbunden mit Arbeitsunfähigkeit, sozialem Rückzug oder im schlimmsten Fall Chronifizierung der Erkrankung oder gar Suizidalität.
MfG,
K. B.

