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Carsten Brodesser
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Frage von Felix S. •

Wie ist es mit der Verkehrswende vereinbar, dass ÖPNV-Tarife im Gebiet des heutigen VRR massiv steigen? Wie wollen Sie E-PKW-Besitzer dazu bringen, sich so teure Ticktes zu kaufen? Verkehrswende ade?

https://rp-online.de/nrw/staedte/wermelskirchen/bergisches-land-koeln-rheinlandtarif-statt-vrs-tickets_aid-148682147

&

https://rp-online.de/nrw/staedte/wermelskirchen/kommentar-wermelskirchen-einfuehrung-rheinlandtarif_aid-148735319

Die Kurzstrecke soll 2028 entfallen +25% bis 89%

Fahrten in die direkte Nachbarstadt +36%

Nur weite Fahrten werden günstiger, aber diese werden seltener unternommen.

Recherche: Kosten für 2 x 50 km:

PKW (klein Mitte Groß): 12/16/20 Euro

E-PKW: 4,5-8 E

ÖPNV 1 Person 21 E

ÖPNV 5 P. 55,6 E, 9 Personen vom PKW 111,2 E

Welcher Autofahrer ist da bereit noch Tickets zu kaufen?

Wäre Fahrpreisfrei die Lösung?

Leserbrief mit Vorschlägen: www.stadtnetz-radevormwald.de/article80371-2075.html

Ist ihre Partei in den Entscheidungsgremien und gab es von Ihnen Protest gegen diese massive Preiserhöhung, die dafür sorgt dass die Straßen noch voller werden und Rentner noch mehr knappsen müssen? Wäre fahrpreisfrei wie in Luxemburg eine Lösung?

Gab es Bürgerbeteiligung?

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr S.,

der ÖPNV ist eine echte Errungenschaft und ermöglicht vielen Menschen unkompliziertes Reisen. Zur Realität gehört leider auch, dass unsere Energiepreise in letzter Zeit – aus unterschiedlichen Gründen – stark angestiegen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf den ÖPNV.

Ich war nicht an den von Ihnen erwähnten Verhandlungen beteiligt und kann dazu daher nichts beitragen. Für mich klingt es jedoch sinnvoll, dass durch die Reduzierung der Anzahl der Preisstufen von aktuell 16 auf vier die Auswahl für die Bürgerinnen und Bürger übersichtlicher wird, um ein passendes ÖPNV-Ticket zu finden. Es erscheint mir auch nachvollziehbar und vertretbar, dass die Preise moderat ansteigen.

Ein fahrpreisfreier Tarif ist leider nicht realistisch. In einer Zeit, in der die Energiepreise steigen und die Infrastruktur verbessert werden muss, gibt es hier leider keine Spielräume.

Wir leben in einer ländlichen Region, in der für sehr viele Menschen das Auto nicht nur notwendig, sondern auch gewollt ist. Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen weiterhin die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, welches Verkehrsmittel zu ihren Bedürfnissen passt. Ich traue den Bürgerinnen und Bürgern unserer Region diese Entscheidung zu.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Carsten Brodesser

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