Sind sie für den naturpark Calenberger land und würdes sie laves Bauten wie das jagtschloss Springe als Welterbe sehen und ausbau S Bahn hannover-hameln
Zu den drei angesprochenen Punkten will ich klar Stellung beziehen.
- Naturpark Calenberger Land
Die Idee eines Naturparks Calenberger Land ist ein ambitioniertes Projekt, dem ich grundsätzlich offen gegenüberstehe. Ich bin generell positiv eingestellt zu Naturpark-Initiativen. In meiner Heimatkommune Springe sowie in allen Deisterkommunen unterstütze ich beispielsweise die Ideen und die Entwicklung eines Deister-Naturparks. Dieser könnte selbstverständlich Teil eines größer gedachten Projekts in der gesamten Calenberger Region sein.
Für mich ist allerdings klar, dass ein solches Projekt vor Ort getragen und entwickelt werden muss. Nur wenn ein solches Vorhaben von einem Großteil der Bevölkerung unterstützt wird, können wir es sinnvoll verfolgen.
Solche Initiativen bieten erhebliche Chancen in den Bereichen Naherholung und Tourismus. Gleichzeitig können Kommunen und Akteure in der Region von Förderprogrammen der Europäischen Union sowie von Land und Bund profitieren.
Daher unterstütze ich ausdrücklich die Prüfung der Machbarkeit solcher Projekte.
- Laves-Bauten und Jagdschloss Springe
Die Bauten von Georg Ludwig Friedrich Laves, darunter auch das Jagdschloss Springe, sind zweifellos schützenswerte Zeugnisse unserer Landesgeschichte. Langfristig unterstütze ich den Erhalt und den Schutz solcher Orte. Insbesondere im Zusammenspiel mit dem zuvor genannten Punkt können diese Bauwerke eine besondere Rolle als kulturelle Anker einnehmen.
Man muss jedoch ehrlich sagen: Kurzfristig sehe ich darin keinen unmittelbaren Mehrwert für die Region. Ein Welterbe-Titel ist kein Selbstzweck. Die Hürden für eine Anerkennung sind hoch und das Verfahren ist langwierig. Zudem ist das genannte Jagdschloss bereits als Naturdenkmal in Niedersachsen geschützt.
Ich bin daher der Auffassung, dass wir solche Orte im Rahmen der weiteren regionalen Entwicklung berücksichtigen müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt ergibt sich für mich jedoch keine Priorität, einen Welterbe-Titel aktiv zu forcieren.
- Ausbau der S-Bahn Hannover–Hameln
Beim Thema S-Bahn liegt für mich der Schwerpunkt klar auf Verlässlichkeit. Bevor wir ständig neue Versprechen machen, muss das bestehende System funktionieren: pünktlich, stabil und planbar.
Dieses Ziel zu erreichen, ist in unserer Region aktuell bereits eine große Herausforderung und für viele Pendlerinnen und Pendler eine erhebliche Zumutung. Ich hoffe daher sehr, dass es gelingt, das in den letzten Jahren verlorene Vertrauen durch mehr Zuverlässigkeit zurückzugewinnen. Hier steht der Betreiber des S-Bahn-Netzes in besonderer Verantwortung.
Gleichzeitig bin ich offen für neue Konzepte, insbesondere in Richtung Nachtverkehr sowie eine bessere Anbindung für Pendlerinnen und Pendler, Auszubildende und junge Menschen. Das ist gerade für den ländlichen Raum ein wichtiger Standortfaktor. In der Vergangenheit habe ich entsprechende Initiativen innerhalb meiner Partei unterstützt, den Nachtverkehr auszuweiten.
Solche Ergänzungen des bestehenden Fahrplans würde ich mir perspektivisch auch in Richtung Hameln wünschen. Aktuell sind wir jedoch noch nicht an dem Punkt, über ein Mehrangebot zu sprechen. Vorrangig ist, dass das bereits zugesagte Angebot zuverlässig umgesetzt wird.

