Björn Böhning
SPD
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Frage von Eboreg Qüeuntre an Björn Böhning bezüglich Umweltpolitik

# Umweltpolitik 22. Sep. 2009 - 21:34

Sehr geehrter Herr Böhning,

nach der Bundestagswahl wird die neue Bundesregierung in Berlin und Brüssel, aber auch bei den anstehenden Verhandlungen beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen zeigen, ob sie bereit ist, Deutschlands fairen Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels zuzusagen. Auf dem Spiel stehen dabei insbesondere die Chancen von Millionen Menschen in Entwicklungsländern für ein Leben und Überleben mit dem Klimawandel.

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die neue Bundesregierung das Ziel der bestehenden Regierung bestätigt, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um 40% gegenüber dem Niveau von 1990 abzusenken?

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Dürhager

Von: Eboreg Qüeuntre

Antwort von Björn Böhning (SPD)

Sehr geehrte Herr Dürhager,

der Klimawandel bleibt weiterhin eine große Herausforderung für unser Land. Aus meiner Sicht bietet diese Herausforderung aber auch eine Chance: Mit in Deutschland entwickelter Zukunftstechnologie bekämpfen wir den Klimawandel und schaffen Jobs für unser Land. Das Auto der Zukunft soll in Deutschland gebaut werden, damit saubere Technologie auch weiterhin Arbeitsplätze für die Menschen mit sich bringt. Deshalb ist es für uns ein wichtiges Ziel, die Energiegewinnung sauberer zu machen. Alle alten Kraftwerke müssen durch neue, hocheffiziente Anlagen ersetzt werden. Anders ist der Klimawandel kaum in den Griff zu kriegen. Bei den internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen soll Deutschland eine Führungsrolle übernehmen und intensiv für weiter gehende weltweite Maßnahmen werben. Die konkreten Ziele, für die ich mich einsetzen werde, sind:

• Senkung der CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent.
• Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 35 Prozent bis 2020 und 50 Prozent bis 2030.
• Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung muss bis 2020 auf mindestens 25 Prozent der gesamten Stromversorgung ausgebaut werden.

Das bedeutet einen umfassenden Umbau unserer Energielandschaft. Wir werden für mehr Wettbewerb und Transparenz auf dem Energiemarkt sorgen. Die Strompreise sind zu hoch, die großen Konzerne machen Rekordgewinne zulasten der Verbraucher. Wir werden das nicht länger hinnehmen. Nach dem Verkauf der Energieversorgungsnetze durch die großen Energieversorger gründen wir eine Netzgesellschaft, die unter staatlicher Beteiligung die Verantwortung für den Netzausbau übernimmt. Wir werden so Monopole auflösen und mehr staatliche Kontrolle im Sinne der Bürger schaffen. Wir wollen Mobilität umweltfreundlich und bezahlbar gestalten und mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern. Für diese Politik werde ich kämpfen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Böhning

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