Warum wird in der nds. Besoldung das Abstandsgebot in rasendem Tempo eingestampft?
Sehr geehrter Herr Thümler,
Ihre heutige (03.03.2026) Rede im Landtag zur Anpassung des NBesG wirft Fragen zur Leistungsgerechtigkeit auf:
1. Warum entfernt sich das NBesG immer weiter vom Abstandsgebot? Höhere Kinderzuschläge, JSZ, PKV-Übernahmen in der Elternzeit und jetzt 300 € mehr Sonderzahlung konzentrieren sich auf untere Besoldungsgruppen. Das negiert die Leistungsabstände. Warum sollte ich meinen Kindern noch zu Abitur und Studium raten, wenn sich der frühere Einstieg im mD in Niedersachsen finanziell mehr lohnt als ein langwieriges Studium?
2. In oberen Besoldungsgruppen besteht zu anderen Ländern eine Lücke von teils >10.000 €/Jahr (vgl. https://oeffentlicher-dienst.info/beamte/vergleich/251031/3/). Was bewirken hier 500 € (41,67 €/Monat)?
Die aktuelle Politik bestraft Mehrleistung und akademische Qualifikation effektiv durch Nivellierung nach unten. Wie wollen Sie so Fachkräfte im öD attraktiv halten/gewinnen? Und wann ändert sich endlich wirklich etwas Substantielles?
Mfg

