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Bernd Reuther
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Frage von Hendrik F. •

Aus welchen Gründen unterstützen Sie im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn den diskriminierenden Ausschluss analog lebender Menschen von Sparpreisen und anderen DB-Services?

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Antwort von
FDP

Sehr geehrter Herr F.,

vielen Dank für Ihre Frage. Als Ampel-Koalition wollen wir mehr Menschen für die Bahn begeistern und bis 2030 die Fahrgastzahlen verdoppeln. Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, brauchen wir ein Angebot, das für alle zugänglich einfach zu nutzen ist. Mobilität ist für viele der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Darum muss sie für jedermann und diskriminierungsfrei zugänglich sein. Ich teile darum Ihr Anliegen, dass Menschen ohne Smartphone und Internetzugang auch weiterhin Zugang zu den Angeboten der Deutschen Bahn haben müssen. Dies gilt insbesondere auch im ländlichen Raum, wo es an vielen Bahnhöfen keine Ticketverkaufsstellen bzw. DB-Reisezentren mehr gibt. Ich stehe darum mit meinen Ansprechpartnern bei der Deutschen Bahn in Kontakt.

Aktuell werden bereits 84% der Bahntickets über digitale Kanäle gekauft, Tendenz steigend. Nichtsdestotrotz ist es laut Vertretern der Deutschen Bahn auch weiterhin möglich, Spartickets bzw. Online-Tickets im Reisezentrum zu kaufen und sich diese dann vor Ort auf Papier ausdrucken zu lassen. Dafür ist kein Smartphone und keine E-Mail-Adresse erforderlich. Drittpersonen können auch weiterhin für eine andere Person (Spar-)Tickets buchen. Auch die BahnCard-Jahreskarte soll weiterhin analog möglich sein: im Zug soll z.B. ein Ausdruck auf Papier anerkannt werden, den man in jedem Reisezentrum erhalten könne.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen zu können und werde mich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass die Bahn allen Menschen offensteht.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Reuther

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