Jahrgang
1960
Wohnort
Marloffstein
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Rechtsanwältin
Stimmkreis

Stimmkreis 507: Erlangen-Höchstadt

Wahlkreisliste
Mittelfranken, Platz 2

Eingezogen über die Liste

Parlament
Bayern

Die politischen Ziele von Alexandra Hiersemann

Als Stimmkreisabgeordnete bin ich unmittelbar für den Landkreis Erlangen-Höchstadt zuständig und betreue den Stimmkreis Erlangen-Stadt und Nürnberger Land mit. Betrachtet man in unserer Region „nur“ die Wirtschaftsdaten, so sieht man Stärke: Die Arbeitslosenquote des Landkreises ERH liegt seit Jahren nahe der faktischen Vollbeschäftigung. Hier ansässige Weltfirmen, viele mittelständische Unternehmen und die Lage in der Metropolregion tragen zur Stärkung bei. Dennoch gibt es auch hier viele der Probleme, die aktuell für die Situation in Bayern bezeichnend sind: Lehrermangel und knappe Personalsituation in den Polizeiinspektionen - beides hat die Staatsregierung zu verantworten. Es gibt Schlangen an den Tafeln der Diakonie und auch hier fehlen Kinderbetreuungsplätze, die Eltern auch brauchen, um ihre Miete verdienen zu können. Denn auch in Erlangen-Höchstadt und in Erlangen haben wir ein massives Problem mit mangelndem Wohnraum. Und dies spüren alle Menschen, die hier leben. Zusätzlich geförderter neuer Wohnraum ist für mich eine der brennendsten Fragen, die von der Politik gelöst werden müssen. Ich will keine plakativen Wahlversprechen des neuen Ministerpräsidenten, sondern seriöse Konzepte und Planungen für den Wohnungsbau.

Als Sozialdemokratin, Kirchenvorsteherin und Landessynodale habe ich unmittelbaren Bezug zu dem, was die Menschen vor Ort an Problemen umtreibt. Dies spiegelt sich auch in meiner Arbeit als Mitglied des Petitionsausschusses wieder. Mein Antrieb, in ca. 35 Jahren SPD-Zugehörigkeit, war immer der Blick auf die, die unserer Unterstützung bedürfen. Hierzu gehört ein Bildungsverständnis, das für alle Menschen in ihren Möglichkeiten ein selbständiges Leben schafft. Gleichzeitig will ich Offenheit und Wertschätzung in unserem Miteinander. Immer mehr Menschen distanzieren sich von dieser Gemeinschaft und wollen aus Furcht die ausgrenzen, die anders oder fremd sind. Das schadet unserer Demokratie, unserem Rechtsstaat und spaltet. Zu meinem Menschen- und Gesellschaftsbild gehört die gelebte Praxis unserer demokratischen Grundlagen. Aber ich weiß, dass wir nur im gegenseitigen Austausch, gern auch kritisch, gemeinsam gut leben können. Von der Staatsregierung „verordnete Kreuze“ symbolisieren dies nicht, wenn menschenverachtende Gesetze wie z.B. das geplante Psychiatrie-Kranken-Hilfe-Gesetz an einen Obrigkeitsstaat erinnern.

Über Alexandra Hiersemann

Ich bin Wahlfränkin. Geboren bin ich zwar 1960 in Köln und habe in Düsseldorf Abitur gemacht. Doch gleich nach dem Abitur habe ich an der Uni Würzburg Rechtswissenschaften studiert und Franken nur noch für ein paar Jahre Berufserfahrung verlassen: 1987/88 war ich in einer Anwaltskanzlei im englischen Oxford und anschließend für sechs Jahre in München, zunächst in der Geschäftsführung einer Suchthilfeorganisation, von 1990 bis 1994 als Referentin für Verfassungs-, Rechts- und Kommunalfragen der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Parlamentarische Funktionen und weitere Mitgliedschaften:

  • Mitglied des Ausschusses für Eingaben und Beschwerden
  • Mitglied im Vorstand evang.-luth. Kirchengemeinde, Erlangen-Altstadt (Ehrenamt)
  • Stv. Mitglied Landessynode evang.-luth. Kirche in Bayern (Ehrenamt)
  • Mitglied im Kreistag Erlangen-Höchstadt
Alle Fragen in der Übersicht

(...) Werden Sie sich dafür einsetzen, dass auch hier in Bayern solch ein Gesetz eingeführt wird? (...)

Von: Znegva Erl

Antwort von Alexandra Hiersemann
SPD

(...) Geheimniskrämerei und Undurchschaubarkeit politischer Entscheidungsprozesse passen nicht zu einer offenen Gesellschaft.“ Aus diesem Grund haben wir als BayernSPD in unserem Programm zur Landtagswahl 2018 festgeschrieben: „Wir treten für ein Bayerisches Transparenzgesetz nach dem Vorbild von Rheinland-Pfalz ein und werden im neuen Landtag einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen. Wir unterstützen darüber hinaus alle Bestrebungen, in den Kommunen und in den Bezirken Transparenz- und Informationsfreiheitssatzungen zu erlassen.“ Diesem politischen Ziel sind wir auch weiterhin verpflichtet und werden uns für die Einführung eines Informationsfreiheitsgesetzes in Bayern einsetzen. An einer Neuauflage unseres Gesetzentwurfes von 2012 arbeiten wir derzeit. (...)

(...) Gerechtigkeit: Wie geht es mit Ihrem Verständnis für Gerechtigkeit einher, dass bayerische Schüler schlichtweg gegenüber anderen Bundesländern ungerecht behandelt werden. (...)

Von: Tnoevryr Ryfvatre

Antwort von Alexandra Hiersemann
SPD

(...) ich stimme Ihrer Kritik an der derzeit geltenden Übertrittsregelung, die in 14 von 16 Bundesländern nur noch empfehlenden Charakter hat, voll und ganz zu. Die verbindliche Übertrittsempfehlung hat neben der fehlenden Wahlfreiheit für Eltern und deren Kindern noch weitere negative Auswirkungen. (...)

%
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