Warum wird auf politischer Ebene bisher kein umfassenderes Verbot oder eine stärkere Einschränkung von privatem Feuerwerk zugunsten des Tier-, Menschens- und Umweltschutzes umgesetzt?
Sehr geehrter Herr Engelhardt,
Umfragen zeigen regelmäßig, dass ein großer Teil der Bevölkerung Einschränkungen beim privaten Silvesterfeuerwerk befürwortet. Dennoch scheint das Thema in der Gesetzgebung kaum voranzukommen.
Für Wildtiere, Haustiere und die Umwelt bedeutet die Silvesternacht jedes Jahr extremen Stress und eine massive Schadstoffbelastung.
Zudem ergibt sich eine enorme Belastung unserer Rettungskräfte und Krankenhäuser durch Verletzungen im Zusammenhang mit privatem Feuerwerk.
Woran scheitert eine mutigere Politik beim Thema Feuerwerksverbot konkret?
Ich selbst beteilige mich nicht am privaten Feuerwerk in der Silvesternacht. Ich schaue es mir jedoch gerne an. Es gibt vor Ort Möglichkeiten, die Knallerei teilweise einzuschränken. Das Bundesinnenministerium hat den zuständigen Behörden ein Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 mit ausschließlicher Knallwirkung in bestimmten dichtbesiedelten Gebieten oder Teilen von Gemeinden am 31. Dezember und 1. Januar ermöglicht. Das unterstütze ich und könnte aus meiner Sicht auch ausgeweitet werden. Darüber hinaus tue ich mich persönlich schwer damit, dass Politik immer mehr Verbote ausspricht und in das Privatleben der Menschen hineinregiert.

