Frage an Alexander Dilger von Znepry Ivrfpn bezüglich Bildung und Forschung

11. August 2013 - 14:15

moin,
wie soll das von ihrer partei geforderte energiekonzept aussehen inkl der reform der eeg?

in welcher weise haben sie notfallpläne falls bei wiedereinführeng der d-mark diese so stark wird dass in zuge dessen die exportmärkte zusammenbrechen da unsere produckte für den weltmarkt zu teuer werden?
beispiel das unternehmen in dem ich arbeite ist ein mittelständisches dessen aufträge schon in gefahr geraten wenn der euro gegenüber dem dollar zu stark wird. wenn die d-markt (wovon auszugehen ist) noch stärker wird, können/wollen einige unser produkt nicht kaufen.

wie wollen sie unser land kinder und familienfreundlich machen?

was ist damit gemeint dass der staat den familen bei der bildung iherer kinder helfen soll (klingt ja gut aber verstehen wie das gehen soll kann ich aus diesem satz nicht)

es gibt jetzt schon die bluecard für hochqualifizierte kräfte aus dem ausland, welche so gut wie nicht genutzt wird. welche maßnahmen erachten sie hierfür für besser?

Frage von Znepry Ivrfpn
Antwort von Alexander Dilger
12. August 2013 - 08:50
Zeit bis zur Antwort: 18 Stunden 34 Minuten

Sehr geehrter Herr Viesca,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Fragen, die ich kurz beantworten möchte:

Das EEG ist völlig ineffizient und unsozial. Die Strompreise vervielfachen sich, ohne dass es der Umwelt nutzt. Statt einzelne Technologien und China zu subventionieren, wäre eine CO2-Steuer am besten, hilfsweise das Versteigern von Emissionszertifikaten.

Der Euro ist für die Südländer viel zu hoch und für Deutschland zu niedrig bewertet. Bei Auflösung der Eurozone gibt es hier eine Aufwertung, die gut und richtig ist. Über Jahrzehnte haben gelegentliche Aufwertungen der deutschen Exportwirtschaft nicht geschadet, sondern zu ihrer Stärke geführt. Sollte der einmalige Aufwertungsdruck beim Übergang zu groß werden, könnte die Bundesbank leicht gegensteuern.

Kinder und Eltern sind stärker zu fördern und zu unterstützen. Der "Generationenvertrag" begünstigt momentan (ehemalige) Beitragszahler ohne Kinder. Bei der Steuer ist ein Familiensplitting überlegenswert. Artikel 6 Absatz 2 Satz 1 Grundgesetz lautet: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht." Der Staat sollte sie dabei unterstützen. Freiwillige Angebote der Kinderbetreuung sind sinnvoll, aber nicht der Versuch, die Eltern durch staatliche Einrichtungen schon für die Kleinsten und Schwächsten zu ersetzen.

Die Bluecard ist viel zu restriktiv. Die Alternative für Deutschland fordert ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Das bedeutet, dass bei der Zuwanderung ein Punktesystem zur Anwendung kommt, bei dem Ausbildung, Sprachkenntnisse und Bedarf auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt werden. Momentan gibt es gleichzeitig eine zu große Abschottung gegen qualifizierte Arbeitskräfte und Offenheit für Transferempfänger, was beides nicht im Interesse der hier lebenden Bevölkerung jedweder Herkunft ist.

Bitte wählen Sie die Alternative für Deutschland, damit es hierzulande grundsätzlich wieder eine politische Alternative gibt, selbst wenn Sie nicht mit jeder Detailforderung übereinstimmen sollten.

Viele Grüße!

Alexander Dilger