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Sehr geehrter Herr Plenert,
(...) Die Schädlichkeit des Cannabiskonsums, insbesondere für Heranwachsende, steht außer Frage. Neben einer erhöhten Gefahr, an Depressionen zu erkranken und Psychosen zu erleiden, befürchtet die Wissenschaft insbesondere erhebliche Gefährdungen für die Hirnentwicklung. (...)
(...) Diese Erkenntnisse untermauern meine Positionen, dass die Gefahren von Cannabis keinesfalls unterschätzt werden dürfen und dass eine Legalisierung für Erwachsene auch das Konsumverhalten der Jugendlichen beeinflusst. (...)
(...) insbesondere für Menschen wie Sie, die in sehr abgelegenen Gebieten leben, in denen der Weg zur nächsten Apotheke unzumutbar weit ist, hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass die Versorgung mit Arzneimitteln über eine Rezeptsammelstelle erfolgen darf. Dabei gibt der Patient sein Rezept in einen Briefkasten in der Nähe der Arztpraxis und die Apotheke liefert die Arzneimittel direkt nach Hause – häufig am selben oder darauffolgenden Tag. Diese Versorgungsform muss allerdings von der Apotheke beantragt werden und unterliegt - zum Schutz der Patientinnen und Patienten - gewissen Regularien: Da bei der Abgabe der Verordnung über eine Rezeptsammelstelle natürlich keine persönliche Beratung erfolgen kann, ist vorgesehen, dass die Auslieferung durch pharmazeutisch geschultes Personal erfolgt, die die notwendige Beratung übernimmt. (...)
(...) Für uns Grüne steht aber fest: Der Versand ist eine gute Ergänzung, das kann aber keinesfalls ein Ersatz für die vielen, wichtigen Leistungen der Präsenzapotheken sein. Die persönliche Beratung, die kurzfristige Arzneimittelherstellung und das Angebot von Nacht- und Notdiensten müssen unbedingt erhalten bleiben. (...)