(...) Dabei hilft uns weder eine von Ihnen unterstellte "Wiederverherrlichung" der Kernenergie noch deren ideeologisch bedingte Verteufelung. Wir brauchen, um den anstehenden Bedarf zu decken, weiterhin einen sinnvollen Energiemix, zu dem auch die Kernkraft gehört. In Bayern liefert die Kernenergie über 60 % des gesamten Strombedarfs. (...)
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(...) Wir wollen den Ausbau erneuerbarer Energien (Bayern wird seinen Anteil an erneuerbaren Energien von heute zehn Prozent bis 2020 auf 20 Prozent steigern und damit die diesbezüglichen Vorgaben der EU übertreffen), werden aber sicherlich noch Jahrzehnte brauchen, bis diese auch nur annähernd unseren Energiebedarf decken können. Es wäre verheerend, wenn wir bis dahin auf die Kernkraft verzichten und stattdessen noch mehr auf fossile Energieträger setzen würden. (...)
(...) Ohne Kernkraft würde eine Energielücke entstehen, die nur schwer zu schließen ist: Mit regenerativen Energie ist das zur Zeit nicht zu schaffen. (...) Zu Ihrer zweiten Frage: Die CSU bekennt sich zur nationalen Verantwortung für die sichere Endlagerung. (...)
Energie einsparen und Effizienz steigern sind für mich die richtigen Antworten auf steigende Energiepreise. Ich wurde belächelt, als wir ein Niedrigenergiehaus gebaut haben und weil wir ein sparsames Auto fahren. (...)
(...) in der Tat habe ich vorgeschlagen, dass die Betreiber von Kernkraftwerken bei einer Verlängerung der Laufzeiten einen Teil der Gewinne neben der Preisdämpfung auch in die Energieforschung investieren sollen. (...) Was die Entsorgung betrifft, sehen wir die nationale Verantwortung. (...)
(...) Die ödp setzt auf dreimal E: Einsparung, Effizienzsteigerung und Erneuerbare. Wir sind mit vielen Fachleuten der Meinung, dass wir ohne großen finanziellen Aufwand bei gleichbleibendem Komfort etwa ein Drittel des Energiekonsums einsparen können. Wenn bessere Technik mit höheren Wirkungsgraden eingesetzt wird, kann der restliche Energiebedarf zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie gedeckt werden und zwar schon bald. (...)