(...) Im jetzigen rot-grünen Koalitionsvertrag ist nun zwar ausgeführt, dass die Landesregierung in einer zweiten Stufe einer Dienstrechtsreform Regelungen erarbeiten wolle; hierbei werden u.a. auch „flexible Arbeitszeitmodelle“ genannt. Generell muss jedoch festgestellt werden, dass nach der Neuwahl des nordrhein-westfälischen Landtags bedauerlicherweise gegenwärtig keine substantiellen Signale der Landesregierung erkennbar sind, die den Schluss zulassen würden, dass das Thema der Lehrerarbeitszeit seitens der Koalitionsfraktionen als prioritäres Problem angesehen und als solches behandelt würde. (...)
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(...) haben Sie zunächst herzlichen Dank für Ihre Frage zur Lehrerarbeitszeit. Entsprechend dem damaligen Koalitionsvertrag hat die Koalition bereits in der letzten Legislaturperiode begonnen, die Problematik anzugehen. (...)
Sehr geehrte Frau Reker,
(...) Das Staatsministerium weist daraufhin, dass sich das pädagogische Konzept der jahrgangskombinierten Klassen in der Vergangenheit bewährt hat. Sie stellen im Vergleich zu jahrgangsreinen Klassen eine gleichwertige Form der Unterrichtsorganisation dar, aus der Schülerinnen und Schüler in mehrfacher Hinsicht profitieren können. (...)
(...) Der Landtag hat nach der Wahl und der Regierungsbildung erst in einigen Teilbereichen seine Arbeit wieder aufgenommen, so haben sich die entsprechenden Arbeitskreise und Fachausschüsse erst in der letzten Woche vor der Sommerpause überhaupt wieder konstituiert. Die inhaltliche Arbeit wird nach der Ferien aufgenommen, ob dann der von Ihnen angesprochene Punkt „Informatik als Pflichtfach“ sofort thematisiert wird, kann ich nicht beurteilen. Da ich persönlich kein Schulpolitiker bin, werde ich Ihr Anliegen im Herbst noch einmal mit den zuständigen Fachkollegen erörtern. (...)
(...) Sie haben natürlich Recht, dass die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien aus den Realschulen kommt. Meine Einschätzungen zum Anstieg der AbiturientInnenzahlen in diesem Jahr an den Beruflichen Gymnasien auch als Flucht vor dem Turbo-Abitur beruhen auf zahlreichen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern, ElternvertreterInnen, Schulleitungen und Verbänden, mit denen ich mich in ganz Niedersachsen austausche. Zum Teil sind ganze Gruppen von Schülerinnen und Schülern aus einem Gymnasium an ein Berufliches Gymnasium gegangen, um dort das Abitur nach 13 Jahren abzulegen. (...)