(...) vielen Dank für Ihre Frage. Die Organspende ist ein nicht zu unterschätzendes Element unserer medizinischen Versorgung. Der von Ihnen geschilderte Fall ereignete sich im Jahre 2005, auch wenn die damit verbundenen Rechtsverfahren (auch der Medienberichterstattung) erst deutlich später beendet wurden. (...)
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(...) Herr Gerd Reuther ist bekannt für sein Buch „Der betrogenen Patient“ in denen er u.a. den Missbrauch der Wissenschaft zur Rechtfertigung zweifelhafter Therapiemethoden, das Erfinden von neuen Krankheiten zur Ausweitung der Verdienstzone, die Beeinflussung des ärztlichen Denkens durch industrielle Geldgeber oder auch die Fehlanreize des DRG-Systems beklagt. (...)
(...) Anstatt also Menschen zu irgendetwas zu zwingen oder junge Menschen derart in ihren Entscheidungen zu beschränken, wäre es sinnvoller, das Konzept der Polikliniken und MVZ zu verfolgen. Hier können dann junge Ärzte in ein Anstellungsverhältnis gehen, so dass das unternehmerische Risiko und der bürokratische Aufwand bei Abrechnungen nicht bei den jungen Ärzten hängen bleibt. (...)
(...) Es kommt auf die Interessen und die Profession für den Beruf als Arzt an. Ich bin für eine vollkommene Öffnung des Medizinstudiums ohne Zugangsbeschränkungen. In Jura gibt es das auch. (...)
(...) Meine Entscheidung diesbezüglich ist noch nicht endgültig getroffen. Gerade weil es hierbei um Menschenleben geht, ist es ratsam, die Debatte auf die Sachebene zurückzuführen. Zwar werden in der Diskussion auch Grenzfälle einbezogen, davon dass man "sein Leben verliert, weil man zerstückelt wird, wie auf einem Schlachttisch" kann in meinen Augen jedoch nicht die Rede sein. (...)
(...) Ich möchte mich diesem Vorschlag nicht anschließen, weil wir Spenderorgane nach medizinischer Bedürftigkeit und nicht nach der ethischen Entscheidung von Menschen über die Bereitschaft für grundsätzliche Spendereigner-Organe priorisieren sollten. Das Ziel muss in jeden Fall immer sein, dass wir genug Spender und Organe haben, um den davon Betroffenen helfen zu können. (...)