(...) Der Anteil der Menschen mit einem Organspendeausweis hat sich von 22 Prozent im Jahr 2012 auf 32 Prozent im Jahr 2016 erhöht. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass wir uns um eine bessere Information und Beratung zur Organspende, aber vor allem auch um eine bessere Organisation in den Krankenhäusern bemühen. (...)
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(...) Tatsächlich ist die Einstellung der Bevölkerung zur Organspende in Deutschland insgesamt weniger positiv als in anderen Staaten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Menschen mit einem Organspendeausweis jedoch angestiegen und befindet sich momentan auf einem Höchststand. Ich begreife die Organspende nach dem Tod nicht nur als einen Akt der Solidarität, sie ist außerdem ein wertvoller Dienst an der Gesellschaft. (...)
(...) vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Inneres und Justiz bzw. Organspende. Sie sprechen ein Thema an, welches eine besondere Bedeutung hat: Menschenleben retten. (...)
(...) Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger, auch die, die sich bisher noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, erwarten schließlich, im Fall der Fälle selbst ein Organ zu bekommen. Die Widerspruchslösung wird dieser Anspruchshaltung gerecht. Man kann sich zu jedem Zeitpunkt entscheiden, etwa bei jedem Arztbesuch, ob man widerspricht oder ausdrücklich zur Organspende bereit ist. (...)
(...) bei dem Gesetz zur doppelten Widerspruchslösung ging es nicht darum, Menschen zur Organspende zu verpflichten oder sonstige "Zwangsmaßnahmen" durchführen zu können. Ziel war es, dass jeder Mensch in Deutschland sich mit dem Thema Organspende einmal befasst hat und sich anschließend für oder gegen eine Spende entscheidet. (...)
(...) ich kann Ihre Bedenken nachvollziehen. Fragen um das Lebensende und um Organspenden sind ethisch immer sensibel und werden häufig sehr emotional diskutiert. Insbesondere zur Frage, ob zuvor eine ausdrückliche Zustimmung zur Organspende gegeben werden muss, gibt es auch in der Fraktion DIE LINKE eine Diskussion und unterschiedliche Positionen. (...)