Ich selbst komme aus der Landwirtschaft und weiß daher nur zu gut, dass sich Menschen - je nach ausgeübtem Beruf und lebenslanger körperlicher sowie psychischer Belastung - nicht in Statistiken und durchschnittliche Lebenserwartungsmodelle abbilden lassen können.
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Die Lebenserwartung kann aus meiner Sicht ein Faktor sein, sie darf aber nicht der alleinige Maßstab sein. Ebenso wichtig ist, wie lange jemand gearbeitet und Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat sowie unter welchen Bedingungen diese Arbeit geleistet wurde. Wer über viele Jahrzehnte Verantwortung getragen und unser Rentensystem mit seinen Beiträgen mitfinanziert hat, sollte dies auch im Rentensystem wiederfinden.
Unabhängig davon halte ich eine automatische Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung für den falschen Weg. Die Lebensrealitäten der Menschen sind zu unterschiedlich. Wer körperlich hart gearbeitet hat, kann oft nicht einfach länger arbeiten. Gleichzeitig müssen wir angesichts des demografischen Wandels die Renten langfristig finanzierbar halten. Dafür braucht es eine ausgewogene Reform mit mehr Flexibilität statt eines starren Automatismus.
Dennoch werden wir länger Arbeiten müssen.