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Als Gesellschaft müssen wir uns gemeinsam fragen, wie wir eine Lösung für eine Rentenreform finden. Im Grundsatz halte ich den Gedanken hinter der Kopplung für richtig. Die Lebenserwartung steigt, und es kommen weniger Beitragszahlende nach. Wer so tut, als ließe sich das ignorieren, verschiebt die Rechnung nur auf die Jüngeren über höhere Beiträge oder auf alle über ein sinkendes Rentenniveau. Wenn wir länger leben, halte ich es für vertretbar, einen Teil der gewonnenen Jahre der Erwerbsphase zuzurechnen und einen Teil dem Ruhestand.
Die geltende Regelung ist für mich überzeugend und schafft einen steuerrechtlichen Gleichklang mit anderen privaten Veräußerungsgeschäften.
Die Möglichkeit, eine Arbeitsunfähigkeit zunächst ohne ärztliches Attest nachzuweisen, hat sich grundsätzlich bewährt.
Nein, ich bin nicht dafür, die Rente mechanisch an die Lebenserwartung zu koppeln. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht immer länger arbeiten müssen, nur weil der Staat seine Rentenfinanzierung nicht ordnet.
Eine stärkere Orientierung an der Lebenserwartung halte ich für sinnvoll. Wichtig ist aber, dass wir dabei im Blick behalten, wie lange Menschen schon arbeiten und wie belastend ihr Beruf ist.