(...) Schließlich möchte ich noch auf die Frage der inhaltlichen Aussagen auf den Wahlplakaten eingehen. Für Wahlaussagen gilt für die kommunale Ebene wie für die europäische: Wahlplakate sind keine Wahlprogramme (und sollen sie und ihre Lektüre auch nicht ersetzen). (...)
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(...) Ich bin jedenfalls dafür, daß eine gesunde Ernährung ohne verdrängtes schlechtes Gewissen den Tieren gegenüber mittels eines ausreichenden Einkommens gerade bei den Schwächeren ermöglicht wird. Könnten sich alle Schichten hochwertige Produkte leisten, dann wäre das Leben der Nutztiere sicher erträglicher. (...)
(...) Europa kann nicht alles regeln. Wir setzen uns für das Prinzip der Subsidiarität ein, das heißt für uns das nicht alles durch europäische Regelungen normiert werden soll. Soweit nationale Regelungen ausreichen sollte es bei nationalen Regelungen bleiben. (...)
(...) Entscheidend wird auch sein, dass wir den Bürokratieabbau auf die Ebene der Landwirtschaft bringen, damit kleine Familienbetriebe nicht weiter von den Verwaltungslasten erdrückt werden - gebündelte Kontrollen oder vereinfachte Regelungen beim Cross-Compliance sind Punkte, an denen wir ansetzen. So hat die bayerische Landwirtschaft die Möglichkeit, auch auf dem internationalen Markt zu bestehen. (...)
(...) Die europäische Gesellschaft braucht eine Bewusstseinsänderung gegenüber unseren Mitgeschöpfen, eine einheitliche europäische Tierschutzgesetzgebung ist nur ein Anfang. Was wir zusätzlich brauchen, ist Information und Motivation der Menschen. (...)

(...) Wir setzen daher nicht in erster Linie auf harte Strafen bei Verstößen, sondern mehr auf Aufklärung und Bewusstmachung der eigenen Mitverantwortung von Tierleid – und das schon im Kindergarten. Denn wer echtes Mitgefühl entwickelt hat, ist zu den geschilderten Gräueltaten (in Ihrem Link) wohl kaum noch fähig. (...)