Wölfe - Unkontrollierte Population stoppen?

Der Antrag der FDP-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, in dem der Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufgenommen wird.

Durch die Ablehnung der Fraktionen CDU/CSU, SPD, Die Linke und B90/Grüne wurde der Antrag abgelehnt. Die FDP- und die AfD-Fraktion stimmten dem Antrag zu, wobei sich auf Seiten der AfD zwei Abgeordnete anders als die Fraktionsmehrheit entschieden.

Weiterlesen
Dafür gestimmt
149
Dagegen gestimmt
490
Enthalten
2
Nicht beteiligt
68
Abstimmungsverhalten von insgesamt 709 Abgeordneten.

Laut FDP-Fraktion sei in den vergangenen Jahren die Anzahl der gesichteten Wölfe stark gestiegen. Die Rückkehr dieser Tiere sei ein großer Erfolg des Natur- und Artenschutzes, dennoch stelle das Zusammenleben von Mensch und Wolf eine große Herausforderung dar. Die diesbezüglichen Sorgen in der Bevölkerung seien ernst zu nehmen: Die Zahl der gerissenen Nutztiere durch Wölfe sei von über 700 im Jahr 2015 auf mehr als 1000 im Jahr 2016 gestiegen.

Erforderlich für die Sicherheit der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Erhaltung einer gesunden Wolfs-Population, sei ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement zwischen Bund und Ländern.

Aus diesem Grund fordert die FDP-Fraktion die Bundesregierung in ihrem Antrag auf, einen Gesetzentwurf zu verfassen, in dem der Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufgenommen wird und durch den zusätzliche finanzielle Mittel für die Schadensprävention und für Wolfsgeschädigte bereitgestellt werden können. Auf EU-Ebene soll der Wolf außerdem in die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie aufgenommen werden, damit er in die Verordnung über die Jagdzeiten aufgenommen werden kann.

Durch die Ablehnung der Fraktionen CDU/CSU, SPD, Die Linke und B90/Grüne wurde der Antrag abgelehnt. Die FDP- und die AfD-Fraktion stimmten dem Antrag zu, wobei sich auf Seiten der AfD zwei Abgeordnete, Joana Cotar und Norbert Kleinwächter, anders als die Fraktionsmehrheit entschieden.

In der Debatte verdeutlicht Karlheinz Busen (FDP), dass die FDP den Wolf nicht abschaffen wollen, sondern versuche, die Population zu regulieren, "genau wie in jeder anderen Tierart". Außerdem weist er darauf hin, dass die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht auch wörtlich im Positionspapier der CDU aus November 2018 stehe.

Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke) beanstandet, dass die Emotionen, die beim Thema Wolf aufkeimen, bei Themen wie Kinderarmut, "perversem Reichtum" und bei Rassismus fehlen würden. Außerdem entgegnet sie ihren Vorrednern, dass in der rumänischen Stadt Brasov 40.000 Menschen mit 40 Braunbären in der Nachbarschaft friedlich zusammen leben würden.

 

Weiterführende Links:


"Anmerkung der Redaktion: Aus der offiziellen Aufzeichnung des Bundestags geht hervor, dass im Zusammenhang mit dem FDP-Fraktions-Antrag eine klare Mehrheit mit Ja gestimmt hat. Formal ist dies korrekt: Denn die Abgeordneten haben in der Plenarsitzung nicht über den Originalantrag der FDP-Fraktion abgestimmt, sondern über eine Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses. Da CDU/CSU, SPD, Die Linke und B90/Grüne im Ausschuss eine Mehrheit haben, lautete ihre Empfehlung an das Plenum, den Antrag abzulehnen. Deswegen bedeutet eine Ja-Stimme auf der Parlamentsseite, dass die Beschlussempfehlung angenommen wurde und nicht der Antrag selbst. Da so aber fälschlicherweise der Eindruck entstehen könnte, CDU/CSU, SPD, Die Linke und B90/Grüne hätten für den Fraktions-Antrag gestimmt und antragstellende Fraktion dagegen, haben wir uns für eine klarere Darstellung entschieden und den Originalentwurf der FDP-Fraktion zur Grundlage genommen. Das bedeutet: Eine "Ja"-Stimme auf dieser Seite ist ein "Ja" zum FDP-Fraktions-Antrag." 

Kommentare

Permalink

Als Jäger sehe ich mich dem Widerstreit in der Gesellschaft ausgestzt: BUND und GRÜNE 90 als Gutmenschen plädieren für das unkontrollierte Populationswachstum, die Ressuorcennutzer, wie Schäfer, Pferdehalter und Rindviehzüchter, stellen sich dagegen. Im Winter 2018/19 wurden in Rumänien während einer Drückjagd auf Schwarzwild auch drei Wölfv erlegt. Na bitte, es geht doch! Ist doch in Germanien die Wolfspopulation als sicher zu betrachten. Weiterhin leidet der Wildtierbestand unter der Vielzahl der Rudel mit dem Aderlass an Wildtieren für die zahlenden Jäger. Alle Gutmenschen zahlen nicht für diese Schäden ebenso ungern bei den gerissenen Haustieren. Will der Staat viele Wölfe in der Bundesrepublik halten müssen die großen Drückjagden im November entfallen, wo pro Drückjagd bis zu 200 Stücken Schalenwild einer ursprünglichen Nahrung des Wolfes fallen. Somit sind die nicht nur in Brandenburg vorkommenden Wölfe ewig hungrig.
Niemand betrachtet das synergistische Nahrungsgefüge während einer Faktorenanalyse.

Antwort auf von Jürgen Tentscher

Permalink

Nur weil Sie als Jagtberechtigter für dieses Recht >bezahlen
Sie selbst sind der Störer in dieser Natur

Permalink

Jäger sind unnötig und stören und zerstören die natürlichen Abläufe in der Natur.
Sie töten überwiegend aus Lust am Töten und fürchten nun, dass der Wolf ihnen ihre Beute raubt.
Wölfe sind eher scheu meiden den Kontakt zu Menschen.
Das falsche Verhalten von Menschen, wie z.B. die Anfütterung von Wölfen, lockt die Tiere natürlich an.
Ebenso das Aufscheuchen und Vertreiben aus ihrem natürlichen Lebensraum.
Die heutige Gesellschaft hat verlernt mit Wildtieren zu leben.
Es wird höchste Zeit, dass wir Menschen es wieder lernen, anderen Lebewesen ihren natürlichen Lebensraum zu lassen und uns nicht immer zerstörerisch einzumischen.
Denn auf Dauer zerstören wir damit auch unser eigenes
Lebensumfeld.
Der Wolf hat ein Recht zu leben‼️
Rottet ihn nicht schon wieder aus‼️

Permalink

Die unkontrollierte Population der Wölfe muß gestoppt werden,sonst erleben wir bald das gleiche Fiasko wie mit der Wildschweinplage.Diese scheuen sich auch nicht mehr Gärten zu verwüsten und durch Straßen zu laufen

Permalink

Wölfe in Deutschland erschießen und Tiger in Indien schützen...genau mein Humor

Permalink

Deutschland ist zu dicht besiedelt und hat nicht genügend grosse Flächen, aus denen sich Wolfsrudel ernähren können, ohne in Menschensiedlungen vorzudringen und Weidetiere etc. anzugreifen.

Die Sicherheit der Menschen und des Viehbestandes geht vor.

Neuen Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.